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In Lenzburg wurde wieder gerumpelt

Fabienne Schmid
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Unter dem alljährlichen Motto „Spele, bache, mole, lache, bastle metenand“ fanden auch dieses Jahr wieder rund 100 Kinder zwischen vier und zehn Jahren den Weg ins Reformierte Kirchgemeindehaus in Lenzburg, um an der Rumpelcheste teilzunehmen.

Die Nachmittage wurden jeweils mit dem traditionellen Rumpelcheste-Lied und einem kurzen Theater von Bruno Meier (Hausabwart) und Olaf Wittchen (ref. Pfarrer) eingeläutet. Darauf folgte eine biblische Erzählung, die von der Geschichtenerzählerin Rosmarie Zobrist und ihren selbstkreierten Schattenbildern den Kindern grosse Freude bereitete und sie auf die Bastelnachmittage einstimmten. Dieses Jahr schüttelte Zobrist die Arche Noah-Geschichte aus ihrem Geschichtenmantel und erzählte vom Bau der Arche, dem starken Regenfall und natürlich den vielen Tieren, die Noah in seinem Schiff beherbergte.

Anschliessend wurden die Kinder in vier kleinere Gruppen eingeteilt und durften endlich selber kreativ sein. Mit Hilfe von den rund zehn Leiterinnen und ihren jugendlichen HelferInnen entstanden so Archen aus Schuhkartons, Kleistertiere, Buchzeichen in Tierform, Korkschiffe, Tiere aus Wolle und noch Vieles mehr.

Am Mittwochnachmittag folgte dann eines der grossen Highlights der diesjährigen Rumpelcheste: Der Spielpädagoge Hans Fluri pilgerte mit seinen Kisten voller Spielutensilien in die Lenzhard-Turnhalle und empfing die staunenden Kindern mit viel Freude. Während drei Stunden durften die Rumpelcheste-Kinder mit Fluris Diabolos, Jongliertüchern und anderen spannenden Kleinigkeiten spielen und lachen. Auch die Leiterinnen und jugendlichen HelferInnen hatten ihren Spass an Fluris Mitbringsel und wurden teilweise selbst wieder zum Kind.

Während die Kinder spielten, lachten und neue Kontakte knüpften, raste die Zeit nur so an ihnen vorbei, so dass es bald Donnerstagnachmittag wurde und die Rumpelcheste sich ihrem Ende neigte. Doch die Kinder aus Lenzburg und Umgebung wissen jetzt schon, dass alles Schöne und Erfreuliche mit einem Riesenfest beendet werden muss. So verkleideten sich die Rumpelchestler als wilde Cowboys, süsse Prinzessinnen, gefürchtete Hexen und gefährliche Tiere. Auch die eine oder andere Leitende liess sich nicht lumpen, schlüpfte ihn ihr Fastnachtskostüm und tanzte mit den Kindern übers Disco-Parkett.

Doch wer so viel bastelt, lacht, tanzt und rumpelt, wird irgendwann hungrig und durstig. Das Küchenteam, bestehend aus Margrit Müller und Bruno Meier, kümmerte sich um das leibliche Wohl aller Rumpelnden und servierte Früchtetee und Brot bis auch das letzte Bäuchlein voll war.

Nach vier wunderschönen und unvergesslichen Tagen durften dann die Eltern zum ersten Mal die gebastelten Archen und Tiere erblicken und mit nach Hause nehmen, zusammen mit ihren müden, aber doch überglücklichen Kindern.

Für die Leiterinnen und ihre jugendlichen HelferInnen war die diesjährige Rumpelcheste wieder ein voller Erfolg und sie freuen sich jetzt schon darauf, wenn es nächstes Jahr wieder heisst. „Mer send Chend vo noh ond färn ond mer chömmed alli gärn..:“

Susanne Kieser, Lenzburg