Leserbeitrag

Lenzburger Freisinnige fordern Taten statt Worte

Otto Ineichen referierte am Dreikönigsapéro in Lenzburg.

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Unter dem Motto „Taten statt Worte" starteten die Lenzburger Freisinnigen mit dem traditionellen Dreikönigs-Apéro in ein mit weichenstellenden Abstimmungen und wegweisenden Wahlen reich befrachtetes Jahr. Parteipräsident Roger Strozzega appellierte an das aus dem ganzen Bezirk recht zahlreich in die „Krone" gekommene Publikum, die bevorstehenden Herausforderungen mit Optimismus, Mut und Unternehmergeist anzugehen, eigenverantwortlich zu handeln, die Schwächeren nicht zu vergessen und Andersdenkende zu achten.

Als „Kronzeuge" schilderte Gastreferent Otto Ineichen seine Beweggründe für den grossen Einsatz mit Projekten im Dienste des Wirtschaftsstandortes Schweiz. Der erfolgreiche Unternehmer und umtriebige Nationalrat nahm kein Blatt vor den Mund und machte auch vor ganz persönlichen Bekenntnissen aus seiner Biographie nicht Halt. Mit der Lehrstelleninitiative „Speranza" konnte er durch Privatinitiative, Beziehungsnetz und im Verein mit Wirtschaft und Verwaltung für schwächere Schulabgänger, welche indes für ihr eigenes Fortkommen motiviert sein müssen, bisher über 7000 Ausbildungsplätze beschaffen. Im Kanton Aargau fördert er das Projekt „Connect" (keine Schulabgänge ohne Anschlusslösung) und im Kanton Luzern das Projekt „18 plus".

Die von Ineichen geschmiedete „Energieallianz" soll die Blockade im Bereich energetische Gebäudesanierung lösen. Die Vision lautet Netto O-Watt-Haus, Wohngebäude als energetische Selbstversorger, Förderung von Wärmepumpen, Solarthermie und Photovoltaik, kurz Investitionen im Inland statt Milliarden in ausländische „Dreckschleudern" zu pumpen. In der aktuellen Krise will er den KMU mit dem Engagement für ein besseres Interbankensystem die Liquidität erhalten, mit einer Motion Personalentlassungen durch entschädigte Kurzarbeit begegnen. „Die FDP muss wieder die Partei des Werk- und Arbeitsplatzes Schweiz werden", zurück auf den Boden, Kontakt zu den Leuten suchen und damit an Glaubwürdigkeit gewinnen, lautet Ottos Credo.

Genau dieses Profil ortet Parteipräsident Roger Strozzega bei der Kantonalpräsidentin Doris Fischer-Taeschler. Die Regierungsrats-Kandidatin habe die Freisinnigen wieder auf einen eigenständigen Kurs zurückgeführt und garantiere für eine fortschrittlich bürgerliche Regierung im Aargau. Neben ihr nutzten auch die für den Grossrat kandidierenden Karin Halter und Dominik Roth aus Lenzburg sowie Marco Hunziker aus Egliswil das Forum für eine kurze Vorstellung. (HH.)