Leserbeitrag
Mit den Tigern in der Felswand

Marcel Siegrist
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Wer hat gesagt, der Tiger sei vom Aussterben bedroht? In der Zivilschutzorganisation (ZSO) Brugg Region erwacht er gerade so richtig zum Leben. «Tiger» – das ist der Name des Bereitschaftszuges der ZSO, der zurzeit rund ein Dutzend Pioniere umfasst. Das Besondere an ihnen? Ihre herausragende Kompetenz, hohe Belastbarkeit und rasche Einsatzfähigkeit innert Stundenfrist.

Der Zug unter der Führung von Oberleutnant David Henzmann besteht seit rund zwei Jahren – und hat sich auch bereits mehrfach bewährt; der Kampf gegen das Hochwasser in Brugg 2015 und die provisorische Hangsicherung nach einem Erdrutsch in Villnachern im Jahr darauf sind nur zwei Beispiele. Und vor kurzem wurde dem i das Tüpfelchen aufgesetzt: Die Spezialisten erkennt man nun nicht mehr nur an ihrem beherzten Eingreifen, sondern auch an dem kraftvollen Tigerkopf-Emblem, das Arbeitsanzug und Fahrzeuge ziert.

Das soll aber nicht so klingen, als wäre damit der Aufbau des Zugs abgeschlossen. Im Gegenteil: Regelmässige Repetition des Erlernten und Weiterbildung sind, wie selbstredend für alle Zivilschutzangehörigen, unentbehrlich. Gerade bei ihnen, den geforderten Spezialisten fürs Grobe. Zudem soll die Mannschaftsstärke nach und nach auf rund 100 Mann ausgeweitet werden; zu den Pionieren werden sich unter anderem in den nächsten Jahren auch Betreuer und Sanitäter sowie Logistik-Spezialisten hinzugesellen.

Tiger in der freien Wildbahn

Repetition und Weiterbildung – das waren auch zentrale Programmpunkte des Wiederholungskurses im Juni 2017. Dieser fand grösstenteils auf dem Geissberg oberhalb von Villigen statt. Die Gemeinde hatte der ZSO Brugg Region den Auftrag erteilt, lose Steine aus den Felswänden entlang der Wanderwege zu entfernen.