leserbeitrag
100-Jahr-Feier des HEV Region Olten

Andreas Stettler
Drucken
Bild: Andreas Stettler
3 Bilder
Bild: Andreas Stettler
Bild: Andreas Stettler

Bild: Andreas Stettler

Patrick Luethy
(chm)

Rund 250 Mitglieder gaben sich im Stadttheater die Ehre und holten nach, was 2021 – im eigentlichen Jubeljahr – hätte stattfinden sollen: Die Geburtstagsfeier des Hauseigentümervereins Region Olten, 1921 aus der Taufe gehoben, ein Jahr vor dem kantonal-solothurnischen Verband. Bereits 1868 hatten sich in Birsfelden regionale Hausbesitzer erstmals zusammengeschlossen, und 1915 hatten mehrere Regionalvereine den schweizerischen Zentralverband gegründet.

Mit einer schlichten Feier ohne die sonst üblichen Reden und diversen Glückwunschbotschaften, dafür mit präsidialem Interview und kabarettistischem Fachreferat von Dr. Walter B. Grünspan, verbrachten die Gäste einen entspannten, kurzweiligen Abend. Bodenständig verköstigt und mit genügend Gelegenheit, über die Errungenschaft des HEV zu diskutieren. Präsidentin Daniela Weibel, seit 2015 an der Vereinsspitze, bestätigte, dass der Verein in den letzten 20 Jahren politisch viel aktiver geworden und heute auf allen Ebenen gut aufgestellt sei, ob kommunal-regional, kantonal oder national. Man sei präsent und nehme Einfluss. Stolz ist sie auch auf die Tatsache, dass die «aufmüpfige» Sektion Olten eine eigene Meinung hat und sich wenn nötig beim Kantonalverband in Solothurn Gehör verschafft.

Für etliche Lacher sorgte Dr. Walter B. Grünspan, der vermeintliche Fachreferent aus Bundesbern, der sich unter anderem den beiden heissen HEV-Eisen Kataster- und Eigenmietwert widmete und zum Schluss kam: Es ist kompliziert. In einem GV-Protokoll von 1961 heisst es passend: «Wir fordern alle organisierten Hauseigentümer auf, für die Stärkung unseres Vereins Werbetätigkeit auszuüben… […] Bleiben wir geeinigt und stark, dann dürfen wir zuversichtlich in die Zukunft schauen.» Das trifft heute genauso zu wie damals.