vAAS-Seniorenferien August 2021
Eine Woche voller Überraschungen

Ursula Brüllmann
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(chm)

Ferienwoche 22.–28. August 2021, 23 Teilnehmer + Therese Milz und Celia Jakopitsch

Eine Woche voller Überraschungen

Am Sonntag fuhren wir im bequemen Brumann-Bus von Bremgarten über den Brünigpass nach Adelboden. Das Hotel Hari überraschte uns schon bei der Ankunft mit seiner wunderbaren Blumenpracht im Eingangsbereich. Am Abend suchte ich den Speisesaal und fand reservierte Tische für die «Jassgruppe» Bremgarten. «Ei, wie lustig, grad nochmals Bremgarten! Wer da wohl dabei ist?», lachte ich. «Das sind wir», erklärte mir eine Kameradin. «Aber ich kann doch gar nicht jassen!» Die Anwesenden lachten, «ich auch nicht», sagten einige. Man sah dann abends schnell, wer zu den Jassern gehörte, und ich war beruhigt. Das Menu am ersten Abend verblüffte uns, «Raclette» mitten im Sommer und ohne Auswahlmöglichkeiten. Das konnte man aber mit einer Bitte sofort ändern. Am Morgen, nach dem grosszügigen Frühstücksbuffet, trafen wir in der Kirche Herrn Oester, den Ur-Adelbodner. Witzig und unterhaltsam erzählte er aus seinem Leben und brachte uns den «adligen Boden» nahe. Nachher lief ich gleich gegenüber ins Schuhgeschäft, das einst ihm gehörte und kaufte mir Laufschuhe. Später kam der Ortsbus zum Zug, eine herrliche Bergstrasse führte uns hinauf zum Geils-Hahnenmoos. Diese Bergwelt einfach grossartig. Einen Tag später nach dem Imbiss im Café Haueter fuhren die meisten mit der nahen Bergbahn auf die Tschentenalp. Drei farbige Gondeln fuhren als «Päckli» rauf und runter. Die Überraschung während der ganzen Woche bot uns das Wetter. Die Langzeitprognose hatte mehrheitlich bedeckten Himmel, Regen und Kälte vorausgesagt. Aber Irrtum, eine besondere Wetterlage bescherte dem Westen und damit auch Adelboden Sommertage. So fuhren wir am Mittwoch auf die Engstligenalp, von der Seilbahnaus sah man herrlich auf die prächtigen Wasserfälle. Ein Alprundgang mit Blumen, Kühen und Ziegen oder gemütliches Ruhen im Restaurant standen zur Wahl. Man musste nur einer Nebelbank ausweichen, die hartnäckig vom Tal unten heraufzog. Am Abend überraschte uns das Hotel mit Fondue Chinoise, obwohl weder Weihnacht noch Neujahr im Kalender stand. Das Essen generell, üblicherweise mit vier Gängen, war sehr gut. Aber immer mehr von uns wechselten zur halben Portion, die Berner Oberländer sind offensichtlich andere Mengen gewohnt… Am Morgen hatten wir jeweils einen besonderen Weckruf – der hauseigene Hahn krähte, aber erst um halb acht Uhr! Wir lobten den disziplinierten Güggel, bis wir erfuhren, dass er eben erst dann sein Häuschen verlassen durfte. Kluge Hotelleitung! Nach dem Frühstück versammelten wir uns zu einem besonderen Programm: Turnen – Singen – Dehnen hiess es. Wir hatten dabei Konkurrenz von einer doppelt so grossen Gästegruppe im Saal nebenan. Das stachelte uns an, wir sangen wie die Engel. Beim Turnen wurde öfters rechts und links verwechselt, sodass wir uns lachend in die Quere kamen. Der Donnerstag war dem «Vogellisi» gewidmet, wir fuhren mit einer interessanten Gondelbahn nach «Sillerenbüel». Der Befehl hiess: «Nicht aussteigen, bevor ihr ganz oben seid.» Diese Anweisung war dringend nötig, denn die Gondel fuhr durch Haltestationen, dort öffneten sich automatisch die Türen: «Nicht aussteigen, nicht aussteigen», tönte es dann laut und aufgeregt, und es klappte, alle kamen oben an. Auf dem Sillerenbüel waren wir im «Trottiland». Zu Dutzenden standen grosse Trottinette zur Miete bereit, gut ausgerüstet mit Handbremsen für Vorder- und Hinterrad. Mehr oder weniger mutig, je nach Temperament, stürzten sich die Fahrer auf die Trottiwege. Uns reichte schon das Zuschauen. Am Abend schenkte uns die MGA, die Musikgesellschaft Adelboden, ein Konzert in der Hotellobby. Mit Marsch, Polka, Walzer und als Zugabe dem berühmten «River Kwai Marsch» erfreute sie uns. Der Freitag war wirklich frei – lädelen, wandern, Erinnerungen auffrischen, auf der Restaurantterrasse sitzen… Schon folgte der Schlussabend. Nochmals zwei Überraschungen, und zwar aus den eigenen Reihen: Unsere Lieder wurden sehr melodisch von Aloisia Schmidli auf der Ukulele begleitet und klangen so doppelt schön. Und kleine Geschichten, die zum Schmunzeln und Nachdenken anregten, wurden von Ursula Brüllmann vorgelesen. Mit Lotto und grossem Dank ringsum schloss der gemütliche Abend. Die Heimfahrt mit Frau Schweizer und ihrem Brumann-Bus führte durch das wunderschöne Emmental. In der Schaukäserei in Affoltern i. E. überraschte uns der Präsident des VAAS (Vereinigung aktiver Aargauer Senioren) Heinz Widmer, der das Amt vor einem Jahr übernahm. Er informierte uns, dass der Aargauer Mahlzeitendienst auf dem Mutschellen und in der Regio Wohlen tätig ist. Die Region Mutschellen unter der Leitung von Tilly Bechter bezieht die Menus aus der Küche des Alterszentrums Burkertsmatt, die Regio Wohlen wird von der Küche des Spitals Muri beliefert und wird momentan auf Jonen und bis Rottenschwil ausgebaut.

Mit der Vereinigung der Montags-Jasser (jeweils Montag Nachmittag im Rest. Sternen, Wohlen) und dem Senioren-Ferien-Team (Therese Milz und Celia Jakopitsch) konnten 90 neue VAAS-Mitglieder gewonnen werden. Aus dem Ertrag der diversen Tätigkeiten ermöglicht die VAAS jedes Jahr 1-2 Personen die Ferien oder überrascht die Feriengruppe mit einem Imbiss auf der Heimfahrt. Unsere Leiterinnen Therese und Celia übernahmen das Getränk, plötzlich war alles gratis! Weiter fuhren wir über Land, über Beromünster zum Hallwilersee und heim nach Bremgarten! Der ganz herzliche Dank von uns allen geht an Therese Milz und Celia Jakopitsch für ihre so grosse Arbeit und unermüdliche Hilfsbereitschaft. Danke für diese abwechslungsreiche Ferienwoche in einer schönen Gemeinschaft!

Ursula Brüllmann, Widen

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