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Erfolgreicher Baukurs des Modellflugvereins Schöftland

Urs Holderegger
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Bild: Urs Holderegger
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(chm)

Ein Modellflugzeug selber bauen, lohnt sich das in unserer schnelllebigen Zeit? Ja, befand der Vorstand des Modellflugvereins Schöftland, der seine Flugpiste zwar in Staffelbach hat, in Schöftland beim alten Kindergarten aber ein Baulokal zur Verfügung hat.

Ursprünglich hätte der Kurs schon im Frühling 2020 stattfinden sollen. Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie musste der Kurs aber mehrmals verschoben werden, bis wir im Februar dieses Jahres mit einiger Sicherheit den Start vorbereiten konnten. Zwei Erwachsene, darunter ein Vereinsmitglied sowie zwei 12-jährige Knaben nahmen schliesslich am Kurs teil. Zwei jugendliche Vereinsmitglieder kamen zudem mit einem eigenen Modell in das Baulokal, um von den Erfahrungen der anwesenden Experten zu profitieren,

Gebaut wurde ein mittelgrosses Segelflugmodell «Libelle», das aus einem Holzbaukasten entstand und am Schluss mit einer Folie bespannt wurde. Angetrieben wird das Modell mit einem Elektromotor, der es schnell auf Höhe bringt und dank dem auch fleissig nach thermischen Aufwinden gesucht werden kann. Zudem eignet sich ein Segelflugmodell für Neupiloten besser als ein Motorflugmodell, das zum Fliegen bereits anspruchsvoller ist.

Bauleiter Adrian Hunziker, unterstützt von seinen Vorstandskollegen Erich Wächter und Roger Lüscher, hatte alles organisiert, als sich die vier Modellbauer an einem Freitagabend zum ersten Mal im Baulokal einfanden. Neben Getränken, Verpflegung und Baumaterial, das vom Schweizerischen Modellflugverband zur Verfügung gestellt wurde, konnte auch das benötigte Zusatzmaterial wie Bespannfolie, Motor und Fernsteuerung in Empfang genommen werden. An dieser Stelle herzlichen Dank an Daniel Baumberger von der Firma BaumbergerTech in Schöftland, der uns nicht nur mit Material unterstützte, sondern auch an manchen Abenden tatkräftig mithalf. Vielen Dank auch an die Schreinerei Hauri AG Staffelbach, die unserem Verein die Baubretter zur Verfügung stellte.

Der Bau des Modelles ging zügig voran, es dauerte aber dennoch zehn Kursabende, bis die Modelle soweit fertig gestellt waren. Die Teilnehmer, Mädchen waren diesmal leider nicht dabei, lernten das gesamte Handwerk des Modellbaus. Obwohl es sich um einen gut gefertigten Holzbausatz handelt, musste dennoch viel Arbeit in Eigenregie getan werden.

Am 10. Juni, einem schönen und ruhigen Freitagabend, war es dann so weit. Alle vier Modelle befanden sich auf dem Platz, wurden noch einmal sorgfältig ausgewogen. Letzte Ruderkontrolle, und dann hiess es: «Start frei». Alle Modelle flogen auf Anhieb, lediglich der Schwerpunkt musste beim einen oder anderen noch etwas justiert werden. Während unser Vereinsmitglied bereits die Akro-Eigenschaften des Modells testete, konnten die drei Neulinge unter kundiger Führung ihre ersten Erfahrungen am Steuer eines Modells sammeln.

Am 4. September führt der Modellflugverein Schöftland wieder seine traditionelle Modellflugschau auf dem Flugplatz Triengen durch. Dabei werden auch die vier Baukursmodelle gezeigt. Vielleicht lässt sich ja der eine oder die andere davon inspirieren?