Leserbeitrag

Primarschulklasse Spreitenbach im Skilager

Eine Schulklasse aus Spreitenbach war an den Swiss Snow Weeks mit dabei.

Marcel Siegrist
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Anlässlich des 75-Jahr-Jubiläums von Swiss Snowsports und den Schweizer Ski-und Snowsportschulen wurden im Januar 2008 erstmals die Swiss Snow Weeks lanciert. Auch in diesem Jahr wurden wieder Primarschulklassen aus dem Flachland in die Schweizer Bergwelt eingeladen. Unter der Leitung von ausgebildeten Fachleuten hatten die Schüler die Möglichkeit die Freuden des Skisports und die Schönheit der Bergwelt kennen zu lernen. Unterkunft, Verpflegung, Bergbahnbillette und Skiausrüstung wurden jeder Klasse gratis zur Verfügung gestellt.
Unter den glücklichen Teilnehmern dieser Schneewoche vom 19.bis 23 Januar befand sich bereits zum zweiten Mal eine Schulklasse aus Spreitenbach vom Schulhaus Seefeld.
Unter der Leitung von Claudia Gut und Moritz Bilgerig reisten die 17 Knaben und Mädchen nach Sils Maria im Engadin. In Sils gibt es keine Lagerunterkünfte, so dass die Schülerinnen und Schüler in zwei sehr schönen Hotels untergebracht wurden. Im alt ehrwürdigen Hotel „Waldhaus" wurde das Nachtessen eingenommen. Tagsüber erhielten die 10 Mädchen und 7 Knaben Skiunterricht von Skilehrerinnen der Schneesportschule Sils. Die nötige Ausrüstung wurde von den zwei ortsansässigen Sportgeschäften zur Verfügung gestellt.
Die Ankunft in Sils war bei Schneetreiben. So sollte es noch zwei Tage weitergehen. Über einen halben Meter Neuschnee lag am Mittwoch und verzauberte das ruhige Engadinerdorf in eine märchenhafte Gegend. Die Kinder konnten die Tage in vollen Zügen geniessen, sei es beim Schlitteln durch den Wald, auf der Natureisbahn mit Schlittschuhen oder dann am Abend beim Fackelspaziergang über den gefrorenen See. „Trotz des durchzogenen Wetters war die Stimmung ganz toll!", freute sich die Klassenlehrerin Claudia Gut.
Jeden Tag standen die Kinder auf den Ski und genossen den Unterricht bei ihren aufgestellten Skilehrerinnen. Vor allem diejenigen Schüler, die bisher noch nie die Möglichkeit gehabt hatten, Ski zu fahren, machten rasch grosse Fortschritte und waren auch entsprechend begeistert.
Am Donnerstag stand ein Skirennen mit andern Schulklassen, die gleichzeitig ebenfalls im Engadin weilten, auf dem Programm. Dazu fuhren alle nach St. Moritz auf Corviglia. Die Atmosphäre glich der eines Weltcuprennens. Elektronische Zeitmessung, Netzabsperrungen, Lautsprecheransagen, Presse, Rangverlesen mit Podest und jedes erhielt eine Medaille. Für kurze Momente fühlten sich einige wie ein kleine Cuche's.
Ein letzter Höhepunkt bildete die Pferdekutschenfahrt ins tief verschneite Fextal. Obwohl die Kinder den Rückweg dann unter die eigenen Füsse nehmen mussten, schwärmten sie noch einmal von den unvergesslichen Tagen und machten sich anschliessend müde aber mit strahlenden Augen hinter den Pizzaschmaus im Hotel Waldhaus. "Hoffentlich hält die Superstimmung noch lange in meiner Klasse an!", meinte Claudia Gut auf der Rückreise mit einem Lächeln. (Mbi)