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Redog Such- und Rettungshunde trainieren beim Baustoffzentrum Olten/Zofingen BOZ

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Such- und Rettungshunde trainieren auf dem Areal der Kieswerk Gunzgen AG
Such- und Rettungshunde trainieren auf dem Areal der Kieswerk Gunzgen AG
Such- und Rettungshunde trainieren auf dem Areal der Kieswerk Gunzgen AG

Freiwillig – ehrenamtlich – schweizweit, so präsentiert sich REDOG, der schweizerische Verein für Such- und Rettungshunde, welcher 1971 gegründet wurde. Der Verein bildet Rettungsteams bestehend aus Hund und Mensch für die Suche nach verschütteten und vermissten Menschen aus. Bei Katastropheneinsätzen wie dem Murgang von Gondo im Jahr 2000, der von heftigen Regenfällen ausgelösten Schlammlawine und dem Erdrutsch im Tessin 2014 oder auch beim schweren Erdbeben in Nepal 2015 standen die Rettungshunde im Einsatz. Das Leben der vermissten und verschütteten Menschen hängt vom Einsatz der Vierbeiner ab.

REDOG ist die Dachorganisation von 12 Regionalgruppen. Die Regionalgruppe Solothurn, welche rund 63 Mitglieder zählt, bildet Hundeteams von der Grundausbildung bis zum einsatzfähigen Team aus. Passendes Übungsgelände für möglichst realisitsche Bedingungen ist jedoch nicht überall zu finden. Der Recyclingplatz im Kieswerkareal in Gunzgen eignet sich aber perfekt dafür! Dies, da die Bauschutthaufen an jedem Trainingstag wieder anders aussehen und die Hunde so nahe an einer Katastrophensituation trainieren lässt. Daher kam die RG Solothurn vor rund 7 Jahren auf das Baustoffzentrum Olten/Zofingen BOZ zu. Oliver Bamert, Betriebsleiter vom BOZ, war von Anfang an begeistert und so hat sich die Zusammenarbeit schnell ergeben. Ungefähr acht Mal pro Jahr kommt die RG Solothurn unter der Leitung von Ruth Ries (Verantwortliche Ausbildung Katastrophensuchhunde) ins Werkareal Gunzgen, um unter möglichst realistischen Bedinungen zu trainieren. So auch am Wochenende vom 27./28. April 2019, an dem die Prüfung sowie der Eignungstest auf dem Programm standen.

Am Samstag startete die Gruppe direkt mit der Katastrophenhundeprüfung nach SKG (Schweizerische Kynologische Gesellschaft). Eigentlich ist dies eine Sporthundeprüfung, gilt aber bei REDOG als Einstieg bzw. als erster Meilenstein auf dem Weg zum einsatzfähigen Hund. Die Prüfung beinhaltet eine Überprüfung der Unterordnung und Führigkeit, des Anzeigeverhaltens und eine Suche nach Personen. Am Sonntag hielt die Gruppe dann den Eignungstest ab. Bei diesem handelt es sich um eine reine Suche nach einer unbekannten Anzahl Personen auf zwei Schadenplätzen. Das Team hat jeweils 20 Minuten Zeit für die Suche. Die Eignungstests müssen neben der Katastrophenhundeprüfung ebenfalls bestanden werden, damit das Mensch-Hund-Team an den Vortest und schlussendlich an den Einsatztest weitergehen kann. Ist das Team einsatzfähig, muss es jährlich entweder eine Prüfung oder einen Eignungstest absolvieren und auch bestehen, um einsatzfähig zu bleiben. Alle 3 Jahre muss der Einsatztest wiederholt werden.

Das Training und die Einsatzübungen sind jeweils ein voller Erfolg. Und auch heute noch ist die Hundenase das zuverlässigste Ortungsmittel, um menschliche Witterung unter meterdickem Schutt oder Trümmern zu lokalisieren. Das Baustoffzentrum Olten/Zofingen BOZ ist daher stolz, sich für ein solch tolles Projekt zu engagieren und wünscht dem Verein auch für die Zukunft alles Gute.

Weitere Informationen finden Sie unter www.redog.ch!

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