Leserbeitrag
Ruderclub Baden an der Regatta Varese

Das JuniorInnen-Team des RCB sammelt an einer aufregenden Regatta einige Medaillen und viel Erfahrung

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Nach dem die letztjährige Teilnahme an der Nationalen Regatta Varese im sonnigen Italien bei den Athleten und Trainern so viele positive Eindrücke hinterlassen hatte, war klar: der Ruderclub Baden würde sich diesen Event auch im 2010 nicht entgehen lassen! Da die Rennen auch dieses Jahr wieder am Auffahrtswochenende stattfanden, wollte die ganze Junioren-Abteilung die Freitage nutzen, um sich vor Ort noch auf die Wettkämpfe vorzubereiten.

Donnerstamorgen um sieben Uhr war es dann soweit: Zwei Büsschen, ein Combi, ein Anhängerfahrzeug, eine Horde aufgeregter Ruderer und Ruderinnen zwischen zwölf und achtzehn Jahren, vier Trainer plus Begleitung, und ein Anhänger mit mehr als einem Dutzend Booten machten sich auf den Weg Richtung Süden. Dank den trüben Wetterprognosen herrschte auf der A2 freie Fahrt und um halb zwölf hatte auch das letzte Fahrzeug den Weg ans Lido des Lago Varese gefunden, wo die Gruppe auch schon mit den ersten Sonnenstrahlen begrüsst wurde. Nachdem die Trainer ein Motorboot aufgetrieben hatten und alle Boote wieder abgeladen und aufgeriggert waren, wurde der Donnerstag Nachmittag und der Freitag von den 23 Athleten und Athletinnen dazu verwendet, sich nochmals intensiv auf die bevorstehenden Rennen vorzubereiten. Die jüngeren und weniger erfahreneren Ruderer profitierten von der guten Infrastruktur auf dem Lago di Varese und übten vor allem das schön gerade in der Rennbahn Fahren. Die routinierten Regattierenden nutzten die Gelegenheit, um nochmals an der Präzision auf den hohen Schlagzahlen zu feilen. Zwischen und nach den Trainings sorgte gute italienische Pasta für ausreichend Energie. Nach so viel Vorbereitung konnte eigentlich gar nichts mehr schief gehen. Gespannt erwarteten alle den ersten Renntag.

Am Samstag Morgen zeigte sich das Wetter von seiner guten Seite: leichter Mitwind, ruhiges Wasser und nicht allzu hohe Temperaturen. Unsere A-Junioren Steven Gfeller und Yves Blöchlinger gingen als erste an den Start und bescherten dem Ruderclub Baden im Zweier ohne auch gleich den ersten Sieg, im Vierer ohne-Rennen später am Tag erkämpften sie sich zusammen mit ihren Teamkollegen Philip Braun und Pascal Lutz ebenfalls den 1. Platz. Auch im Doppelzweier der C-Juniorinnen waren für Baden vier Athletinnen am Start. Marisa Eigel und Cornelia Haueisen konnten sich im Schlussspurt an die Spitze des Feld setzen und fuhren mit einem Vorsprung von vier Sekunden auf die zweitplatzierten Wädiswylerinnen über die Ziellinie. Flurina Schuhmacher und Nicole Bregenzer fuhren ein beherztes Rennen, konnten sich bei ihrem ersten Wettkampf im Zweier dem Feld jedoch noch nicht anschliessen. Im Skiff starteten bei den B-Junioren Thierry Lutz und Thomas Zbinden. Beide konnten sich in ihren Serien jeweils der dritten Rang errudern. Im Doppelzweier, in dem sie später starteten, kämpften sie noch im Schlussspurt um den zweiten Rang, verfingen sich aber unglücklicherweise 100 Meter vor Schluss in einer Boje, was sie einige wertvolle Sekunden kostete und sie auf den vierten Rang zurück fallen liess. Bei den B-Juniorinnen konnte sich Jolanda Äbli im Skiff in der ersten Serie den 3. Rang sichern.

Während sich das Wetter Samstag von einer angenehmen Seite präsentierte hatte, war das Wetter den Ruderer am Sonntag weniger gut gesinnt. Zwar herrschte dank viel Sonnenschein auf dem Regattaplatz eine fast schon sommerliche Stimmung. Der starke, böhenartige Wind sorgte aber für so viel Wellen, dass alle Rennen erst auf 1000, nach einem Rennunterbruch über Mittag sogar auf 500 Meter gekürzt werden mussten. Fliegende Starts, Aufwärmen an Land – bei diesen ungewöhnlichen Rennbedingungen war die Flexibilität der Athleten gefordert. Die Mannschaften des RCB zeigten trotz den widrigen Umständen gute Rennen. Yves und Steven mussten sich im Zweier ohne nur dem neu dazugekommenen Team aus Italien geschlagen geben. Im Vierer ohne fuhren sie am Sonntag hinter einem Mannschaft aus Biel und einem Boot aus Italien über Ziellinie und konnten am Siegersteg die Bronze-Medaille von Olivia Wyss, einer der Ruderathleten aus dem Schweizer Nationalteam, welche diesen Sonntag Medaillen übergaben, entgegennehmen. Marisa und Cornelia konnten trotz Handicap, eine Athletin hatte eine arge Magenverstimmung, den zweiten Platz im Doppelzweier sichern. Auch die anderen RCB-Teams schlugen sich wacker und fuhren im Rahmen der Erwartungen. Auch wenn sie noch nicht alle Boote bei den vorderen Rängen mitmischen konnten, so haben doch alle Athleten wichtige Erfahrungen für die weitere Saison gesammelt.

Müde aber zufrieden brach die ganze Mannschaft bald nach dem letzten Rennen auf zurück Richtung Norden. Mit der Verfolgung verschiedener Anti-Stau-Strategien unter anderem auch der Spritztour über den Lukmanier fanden sich die vier Fahrzeuge inklusive ihren 30 Insassen alle zwischen neun und halb zehn wieder im heimischen Clubhaus ein. Varese, da waren sich alle einig, war auch dieses Jahr eine gelungene Regatta - der RCB ist nächstes Jahr bestimmt wieder mit von der Partie!

Christina Lüthy

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