Leserbeitrag

Samariterreise 2020 nach Basel

gabi Ulmann
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Reisebericht Vereinsreise 2020 des Samaritervereins Seengen

Am Samstag, 22. August 2020 trafen sich neun Mitglieder des Samaritervereins Seengen in aller Frühe zur Abreise in Seengen. Auf dem Programm stand die zweitägige Samariterreise 2020, welche uns dieses Jahr in den Norden des Kantons Aargau und weiter bis nach Basel führen sollte. Unsere fachkundige Reiseleiterin hatte als Entschädigung für die frühe Abreisezeit für alle ein Zmorge-Gipfeli dabei. Hunger machte sich also nicht breit, jedoch war bei einzelnen Teilnehmern ein morgendlicher Koffeinmangel spürbar.

Bei wolkenverhangenem Himmel erreichten wir nach einer gemütlichen Zugfahrt unser erstes Etappenziel: die Schweizer Salinen in Möhlin. Im Besucherzentrum erhielten wir eine spannende Einführung in die Geschichte der Schweizer Salinen und einige grundlegende Infos zur Gewinnung von Salz. Anschliessend durften wir den Betrieb besichtigen und staunten ab den historischen Exponaten im alten Bohrturm und der unglaublichen Grösse des Saldome 2, welcher aktuell schon fast bis unter das Dach mit weissem Gold gefüllt ist. Der Winter kann kommen!

Weiter ging es wieder mit dem Zug nach Rheinfelden, wo uns Petrus zuerst noch wohlgesinnt war und wir unser Mittagessen aus dem Rucksack trocken am Ufer der Schifflände geniessen durften. Als dann doch noch ein Regenguss kam, fanden wir im nahegelegenen Café Unterschlupf. Kaffee und Dessert genossen wir bei prächtiger Aussicht auf den verregneten Rhein.

Der Regen dauerte zum Glück nur kurz und unsere Schifffahrt nach Basel fand dann wieder bei strahlendem Sonnenschein und angenehmem Fahrtwind statt. Imposant waren die Schleusen in Augst und Birsfelden, denn wir hatten pro Schleuse bis zu 8m Höhe zu bewältigen. Der Kapitän des Rhystärn eckte glücklicherweise nirgends an und so verlief unsere Schiffsreise sehr gemütlich und bei einem guten Apéro. Wir hatten sogar genügend Zeit, uns einige «baseldytsche» Ausdrücke anzueignen (Bsp. Lämpesämmi = streitsüchtiger Mann).

Nach unserer Ankunft in Basel am Schiffssteg gleich unterhalb des bekannten Hotels «les trois rois» wanderten wir durch die malerische Altstadt ins St. Alban Quartier wo sich unsere Jugendherberge befand. Nach einer kurzen Erholungspause setzten wir mit der Fähre auf das andere Ufer nach Chly Basel über und genossen ein vorzügliches Abendessen auf der Terasse des Restaurant Ufer7 direkt am Rhein. Wir bedanken uns bei unserem lokalen Tippgeber für diese tolle Empfehlung.

Nach dem Abendessen kombinierten wir den Verdauungsspaziergang mit einer Stadtbesichtigung by night und kehrten dann für ein Bettmümpfeli noch im Restaurant zum Isaak gleich am Münsterplatz ein. Dort entdeckten wir die Lokalprominenz B. Huggel am Nachbartisch, was für einigen Gesprächsstoff sorgte.

Nach einer erholsamen Nacht in der Jugendherberge St. Alban hatten wir bereits am Frühstückstisch wieder Action. Ein Mitglied unserer Reisegesellschaft wurde derart durch einen verirrten Vogel im Speisesaal erschreckt, dass sie doch tatsächlich unter den Tisch abtauchte, was für einiges an Gelächter sorgte.

Nach dem Frühstück ging es für die ganze Gruppe wieder in die Stadt wo das obligate Gruppenfoto mit dem Tinguely-Brunnen im Hintergrund geschossen wurde. Anschliessend hatten wir nochmals Zeit, durch die Basler Altstadt zu flanieren und das Münster zu besichtigen. Wir staunten nicht schlecht ob der pittoresken Architektur und auch ob einiger auffälliger Altstadtbewohner, die uns unterwegs begegneten. Besonders ein barfüssiger, leicht bekleideter Jogger sorgte für einiges an Gelächter.

Wieder etwas seriöser ging es bei unserem Besuch im Papiermuseum zu und her. Alle mussten gleich zu Beginn die Ärmel hochkrempeln und selbst von Hand Papier schöpfen. Weiter konnte im Museum auch das Drucken mit Berliner Blau und das Marmorieren von Papier ausprobiert werden. Wir waren sehr beeindruckt von der grossen Auswahl unterschiedlicher Maschinen zur Papierherstellung und Verarbeitung, insbesondere da uns versichert wurde, dass fast alle Exponate auch noch funktionstüchtig sind und tatsächlich noch zeitweise in Gebrauch.

Nach dem Mittag waren wir aufgrund der vielen Eindrücke schon etwas müde und froh die Heimreise nach Seengen mit einem bequemen Direktzug Basel-Lenzburg antreten zu dürfen. Viel zu unserer Freude trug auch die Aussicht auf ein feines Abschlussessen im Rebstock in Seengen bei. Gemeinsam liessen wir beim Abendessen die vergangenen beiden Tage Revue passieren und bedankten uns nochmals bei unserer top organisierten Reiseleiterin Gabi für das spannende Wochenende!