Leserbeitrag

Sechs junge Frauen besuchen SP-Grossrätin in Aarau

Im Rahmen des Projektes Mentee Aargau besuchten junge Frauen die SP-Politikerin Astrid Andermatt.

Marcel Siegrist
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Trafen sich die Mentees bisher vor allem zu gemeinsamen Abenden, um ihre Erfahrungen mit Gleichgesinnten auszutauschen, ging es nun für einmal bereits am Nachmittag los und zwar vor dem Grossratsgebäude in Aarau. Begrüsst wurde die Gruppe junger Frauen von Astrid Andermatt (SP-Grossrätin, Bezirk Zurzach), welche seit Mai 2008 ebenfalls ein Mentee betreut.
Im eigens dafür reservierten Sitzungszimmer gab es dann eine kurze Einführung in die Struktur des Grossen Rates, seine Aufgaben und Kompetenzen. Da sich an diesem Dienstagnachmittag alles um das Gesundheitsgesetz drehen sollte, erhielten die sechs Frauen, darunter die drei Grossratskandidatinnen Viviane Hösli, Barbara Scheuzger und Lisa Wildi aus dem Bezirk Zofingen, eine kurze Einführung durch die Gesundheitspolitikerin Heidi Schmid (SP-Grossrätin, Bezirk Muri).

Als die Mentees dann auf der Zuschauertribüne Platz nahmen, wurden Sie vom Grossratspräsidenten persönlich begrüsst und einige Grossräte und Grossrätinnen blickten erstaunt zu der Tribüne hinauf. So viele junge, interessierte Frauen auf einmal zu entdecken, wird doch eher ungewöhnlich sein.
Die darauffolgende Diskussion hätte wohl für manche Zuschauerin etwas mehr Zunder bieten können, aber als Fazit haben die Teilnehmerinnen auf alle Fälle gezogen, dass Politik eben nicht nur spannend ist, sondern manchmal eben doch nur knochentrockene, harte Arbeit.

Beim nachfolgenden persönlichen Gespräch mit Astrid Andermatt konnten sich die Frauen austauschen: Was bedeutet es, Grossrätin zu sein? Wie vereinbart man ein solches Mandat mit dem Berufsleben? Lässt sich ein solches Mandat überhaupt mit einer Familie vereinbaren? Darüber hat dann auch Sandra Göbelbecker (SP-Grossrätin, Bezirk Baden) aus persönlicher Sicht einiges zu erzählen. Als junge Familienfrau mit zwei Kindern, weiss sie, was es heisst, Politik und Familie unter einen Hut zu bringen.
Aber trotz der zum Teil ernsten Themen ist es Astrid Andermatt gelungen, die jungen Frauen zu motivieren und ihnen aufzuzeigen, wie viel Spass es machen kann, etwas bewegen zu können. Die Gedanken auf dem Heimweg waren wohl bei vielen dieselben: „Das will und kann ich auch!"

Das Mentoring-Projekt für junge Frauen im Aargau
gibt engagierten und gesellschaftspolitisch interessierten Frauen im Aargau Gelegenheit, während eines Jahres einer erfahrenen Frau über die Schulter zu schauen
fördert das gesellschaftspolitische Engagement junger Frauen im Aargau, unabhängig von Herkunft und politischer Richtung
vernetzt Frauen verschiedener Generationen und Kulturen
Für das dritte und letzte Mentoring-Jahr 2009/2010 sind ab sofort verbindliche Anmeldungen möglich. Mehr über Ziele, Projektstruktur und die Anmeldung: www.mentee.ch. (Viv)