Leserbeitrag

Seniorenturnreise ins Appenzell

Wanderung zum Schnuggebock

Drucken
Teilen

Trotz der schlechten Wettervorhersage fanden sich am 8. September 2010 doch 43 Teilnehmer bei der Mehrzweckhalle Birmenstorf zur diesjährigen Reise der Pro Senectute Seniorenturngruppe ein. Das Ziel war das Appenzell näher kennenzulernen. Bei der Anreise über den Nordring, mit dem üblichen Stau am Gubristtunnel, Uster, Bauma, Steg, begann es bereits zu regnen und so waren alle froh dass auf der Passhöhe Huftegg ein Kaffeehalt angesagt war.

Während der Weiterfahrt konnten sich die Teilnehmer entscheiden ob sie das Appenzeller Volkskundemuseum in Stein (interessante Führung über die Sennen-Kultur und Textil-Heimindustrie) besuchen oder die geplante eineinhalbstündige Wanderung unter die Füsse nehmen wollten. Da zwischenzeitlich der Wettergott mit uns ein Einsehen hatte, entschieden sich mehr als die Hälfte für die Wanderung Egg-Höhenweg, von Lustmühle zum Erlebnis Restaurant Waldegg (Schnuggebock). Der Himmel hatte zwar die Schleusen geschlossen, doch die tiefen schwarzen Wolken liessen nichts Gutes erahnen. Anscheinend hatte die Reiseleitung ein Abkommen mit dem Wettergott, denn die Wanderer erreichten den Schnuggebock dank Föhn ohne nass zu werden. Bereits beim Begrüssungsapero mit den Museumsbesuchern vor dem Restaurant begann es aber wieder leicht zu regnen.

Der Schnuggebock steckt voller Überraschungen und ist ein nostalgisches Erlebnis als Bauernhaus der 1930er Jahre, welches uns der Knecht Jock mit appenzellischer Gastfreundschaft näher brachte. Er führte uns nicht nur zu den Ochsen, Ziegen, Heidschnucken, sowie Fäärlisau und Sehenswürdigkeiten im Haus, sonder garnierte uns das Spezialitäten-Mittagessen im Schloff mit seinen träfen Witzen, Einfällen und Liedern. So verging die Zeit wie im Fluge und wir mussten die Heimreise antreten.

Das Appenzellerland verabschiedete uns mit Regen, doch je näher wir nach Zürich kamen, desto mehr klärte der Föhn den Himmel auf und die Sonne kam zum Vorschein. Unser Chauffeur legte noch einen kurzen Halt beim Parkplatz an der Anflugschneise des Flughafens Kloten ein. So konnte sich noch jeder von der Flugzeugdichte und dem Lärm beim Anflug ein Bild machen.

Müde aber den Kopf voll mit einer Menge neuer Eindrücke erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt. Einen ganz herzlichen Dank an die Organisatoren, dass wir einen so schönen und erlebnisreichen Tag erleben durften und dem Nordik -Reisen Chauffeur für die sichere Fahrt.

Hans Wolf (HW)