Leserbeitrag

Wochen der Bewährung

Handball 1. Liga, Möhlin empfängt Tabellen-Achten Olten

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Vier Heimspiele in Serie werden die Erstliga-Handballer des TV Möhlin in den nächsten Wochen bestreiten. Erster Gast am Freitag (20.30 Uhr, Steinlihalle) ist Olten, danach kommen die drei Tabellenersten Muotathal, Willisau und Zofingen.

Mit zwei Spielen weniger liegt der TV Möhlin fünf Punkte hinter Leader Muotathal zurück. In den nächsten Wochen können die Fricktaler das Leadertrio zu Hause in die Schranken weisen. Und Möhlin spielt bekanntlich vor seinem Heimpublikum um Klassen stärker als auswärts. Dies regt zum Träumen an. Doch nur nichts überstürzen - zunächst kommt der Tabellen-Achte Olten. Es wäre verheerend, diese Partie aufgrund der kommenden Serie auf die leichte Schulter zu nehmen.
Olten ist ein hartnäckiger Gegner, der es versteht zu kämpfen und in der Abwehr hart und konsequent agiert. Das Team bodigte zu Hause auch schon Leader Muotathal. In der Vorrunde kam der TVM gegen die Solothurner auch nicht über ein 22:22-Unentschieden hinaus. Erinnern mag sich Trainer Kai Wetzel noch gut daran, dass sich in diesem Spiel Florian Hürbin das Kreuzband riss und sich Peter Kern schwer am Fuss verletzte. "Wir brachten damals alle zu wenig Leistung. Kurzum, es war ein Spiel zum vergessen."
Nun will es Möhlin besser machen und stellt sich auf ein Kampfspiel ein. Seit dem 15. November gegen Zofingen (28:30), hat der TVM in der Meisterschaft nicht mehr verloren. Das gibt Selbstvertrauen. Das Team weiss unterdessen, was es kann. Verlassen kann es sich nämlich auf eine starke, konzentrierte Abwehr. Da bringen nicht viele Gegner die Fricktaler in Verlegenheit.
Hingegen macht sich der Trainer wegen der mangelnden Chancen-Auswertung seines Teams ernsthafte Gedanken. Hier muss sich Möhlin nicht nur gegen die Spitzenteams unbedingt steigern, will es weiter reüssieren - auch wenn es in der Steinlihalle spielt. Zudem sind auch die Siebenmeter noch eine grosse Schwachstelle, "wo wir uns schnell etwas einfallen lassen müssen", ist sich Wetzel im Klaren. Es kann ja nicht sein, dass Goalie Daniel Vogel auch noch den Part als Siebenmeter-Schütze übernimmt. Denn nachdem im Endingen-Spiel gleich fünf Schützen versagten, griff er selbstbewusst den Ball und versenkte ihn 20 Sekunden vor Schluss. Dies muss nicht zwingend immer gut enden.
Gegen Olten ist Wetzel, der derzeit noch krank im Bett liegt, jedenfalls zuversichtlich. Vorausgesetzt sein Team verteidigt so konsequent wie bisher. Wetzel hofft, dass Premtim Zeqai nach seiner Krankheit wieder einsatzfähig sein wird sowie Marc Adler nach seiner Fraktur im Fussknochen zu einem Kurzeinsatz kommen kann. "Dann wären wir mit 13 Spielern fast wieder komplett." Seine Freude hatte der Trainer am zehnminütigen Comeback von Igor Deric am vergangenen Wochenende. "Er hat gut verteidigt und konnte vorne bereits wieder ein paar Akzente setzen."
Die nächsten vier Wochen werden wohl entscheidend sein, ob Möhlin weiter auf einen der beiden Aufstiegsrundenplätze spekulieren kann. (vkr)