600 Unterschriften: Jungpolitiker fordern mehr gemeinnützige Mietwohnungen – Stadtrat prüft Initiative

Rund 600 Personen haben die Volksinitiative «bezahlbares Wohnen in Dietikon» unterschrieben. Diese hat ein ehrgeiziges Ziel.

Oliver Graf
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Katharina Kiwic übergibt Stadtpräsident Roger Bachmann die 600 Unterschriften.

Katharina Kiwic übergibt Stadtpräsident Roger Bachmann die 600 Unterschriften.

Oliver Graf

Sie hätten leichtes Spiel gehabt, sagte Katharina Kiwic vom Initiativkomitee als sie am Donnerstagabend die gesammelten Unterschriften an Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP) übergab. «Wir mussten nur den Titel unserer Initiative erwähnen, und schon rissen uns die Passanten den Unterschriftenbogen aus den Händen und unterzeichneten.»

Die Initiative, hinter der ein Komitee von sechs Jungpolitikerinnen und Jungpolitikern steht, fordert insbesondere für die ältere Bevölkerung genügend bezahlbaren Wohnraum. In der Gemeindeordnung soll nach dem Willen der Initianten ein ehrgeiziges Ziel festgehalten werden: Bis ins Jahr 2050 soll ein Viertel aller Mietwohnungen in Dietikon im Eigentum von gemeinnützigen Wohnbauträgern stehen, die ohne Gewinnabsichten dem Prinzip der kostendeckenden Mieten verpflichtet sind. Wohnungen und Einfamilienhäuser im selbst genutzten Eigentum sollen dabei nicht in die Berechnung einfliessen.

Stadtpräsident Bachmann bedankte sich für das Engagement der Jungpolitiker. Das Thema von bezahlbarem Wohnraum sei wichtig. «Es braucht aber auch einen guten Mix, wir sind auch auf zahlkräftige Steuerzahler angewiesen.» Die Unterschriften werden nun geprüft. Rund 600 haben die Initianten gesammelt. 500 müssen gültig sein, damit die Initiative zu Stande gekommen ist.