Zürich

Externes Gutachten klärt über strukturelle Probleme beim Universitätsspital auf

Um Unregelmässigkeiten am Zürcher Universitätsspital (USZ) in Zukunft zu verhindern, hat die Gesundheitsdirektion ein externes Gutachten in Auftrag gegeben. Das Gutachten liegt nun vor: Es enthält 29 Empfehlungen, die geprüft und allenfalls umgesetzt werden.

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Ein externes Gutachten klärte ab, wo bei dem Universitätsspital Zürich strukturelle Probleme bestehen.

Ein externes Gutachten klärte ab, wo bei dem Universitätsspital Zürich strukturelle Probleme bestehen.

Keystone/Alexandra Wey

Ziel dieses Gutachtens war es, zu klären, wo grundsätzliche strukturelle Probleme im Zusammenhang mit dem USZ bestehen und wie die Aufsicht durch die Gesundheitsdirektion verbessert werden könnte. Die 29 Empfehlungen würden nun geprüft, teilte die Gesundheitsdirektion am Freitag mit. Wie lange das dauert, ist offen.

Je nach dem, was davon umgesetzt wird, würden dabei auch andere Direktionen oder der Spitalrat einbezogen. Einige der Empfehlungen würden eine Änderung des USZ-Gesetzes voraussetzen, etwa die Verankerung des Weisungs- und Kontrollrechts des Spitaldirektors gegenüber den Klinik- und Institutsleitungen.

Eine Gesetzesänderung bräuchte es auch für die Offenlegung von Interessenbindungen und für die Anpassung des Lohnsystems für das Ärztekader. Das wichtigste sei, dass bei der Umsetzung der Massnahmen der operative Betrieb des Spitals nicht beeinträchtigt werde. «Es ist uns wichtig, dass das USZ zur Ruhe kommt und sich voll der optimalen Versorgung aller Patientinnen und Patienten widmen kann», wird Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) zitiert.

Noch ausstehend sind die Empfehlungen der kantonsrätlichen Subkommission, die bis Ende Januar 2021 vorliegen sollen. Auch diese Empfehlungen sollen dann in die Gesamtbeurteilung einfliessen.