Halloween

Halloween im Limmattal: Wer Süsses oder Saures will, muss den Abstand einhalten

An Halloween wird die Polizei im Limmattal dafür sorgen, dass die Coronavorschriften nicht missachtet werden. Um allfällige Straftaten zu vermeiden, setzt sie vor allem auf Prävention.

Drucken
Teilen

Limmattaler Zeitung

Am Samstag steht Halloween vor der Tür. Wie viele verkleidete Kinder dann wegen Corona noch von Haus zu Haus ziehen, um nach Süssigkeiten zu verlangen, lässt sich schwer abschätzen. Sicher ist, dass auch die Verkleideten die Vorschriften des Bundesamts für Gesundheit einhalten müssen. Entsprechend ist auch die Polizei im Limmattal aufmerksam und bestrebt, den Schutz der Bevölkerung am Samstagabend zu garantieren. «Die Coronaregeln gelten nach wie vor», sagt Larissa Ritschard von der Stadtpolizei Dietikon. «Ein entsprechendes Fehlverhalten kann eine Busse nach sich ziehen.» Und auch die Stadtpolizei Schlieren/Urdorf wird die Einhaltung der Vorschriften überprüfen. «Selbstverständlich gelten diese auch für Halloween», sagt Polizeichef Ulrich Pfister.

Nebst allfälligen Verstössen gegen Coronarichtlinien ist die Polizei aber auch bedacht, die für Halloween üblichen Straftaten zu ahnden. Laut Pfister haben diese in den letzten Jahren jedoch abgenommen: «Seit 2015 stellen wir einen markanten Rückgang der gemeldeten Vorfälle im direkten Zusammenhang mit Halloween fest.» Wurden vor fünf Jahren noch acht Vorfälle gemeldet, waren es letztes Jahr bloss deren zwei. Meist habe es sich dabei um Eierwürfe gegen Fassaden gehandelt, so Pfister. Auch zu einer Sachbeschädigung sei es gekommen. Eine Prognose für dieses Jahr möchte er nicht abgeben. «Es kommt immer auch auf die jeweiligen Gegebenheiten an diesem Tag an, zum Beispiel das Wetter.» Aufgrund der diesjährigen besonderen Situation sei eine Prognose nicht angebracht, sagt auch Ritschard.

Seit 2015 stellen wir einen markanten Rückgang der gemeldeten Vorfälle an Halloween fest.

(Quelle: Ulrich Pfister, Polizeichef Schlieren/Urdorf)

Möglichen Delikten an Halloween will die Polizei präventiv entgegenwirken. In Schlieren und Urdorf werde man mit uniformierten Einsatzkräften Präsenz markieren, sagt Pfister. Zudem stehe die Stadtpolizei in engem Kontakt mit der Kantonspolizei Zürich sowie der Stadtpolizei Dietikon. Diese sieht ihre Hauptaufgabe ebenfalls in der Prävention: Gruppierungen würden gezielt angesprochen und gegebenenfalls kontrolliert, sagt Ritschard. «Dafür setzen wir neben den regulären Einsatzpatrouillen der Kantonspolizei Zürich zusätzliche uniformierte Patrouillen der Stadtpolizei Dietikon ein. Deren Anzahl ist noch nicht bekannt.»

Die Menschen sollen zu Hause bleiben

Ähnlich verhält es sich in Oetwil, Unterengstringen und Weiningen, wo die Polizei Rechtes Limmattal patrouillieren wird. Dabei kann sie auf zusätzliche Unterstützung der Kantonspolizei zählen, wie deren Mediensprecher Ralph Hirt mitteilt. Des Weiteren setzt die Kantonspolizei zusätzliche Jugendpatrouillen ein. Die Stadtpolizei Schlieren/Urdorf verfügt ebenfalls über einen Jugendpolizeidienst. Im Zuge der Prävention suche dieser den aktiven Dialog mit den Jugendlichen, so Pfister. Dies sei wichtig, denn: «Exzessiver Alkoholkonsum, um ein Beispiel zu nennen, hat unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den letzten Jahren zugenommen.» Dies könne zu grösseren Problemen im Umgang mit diesen Personen führen. Seine Mitarbeiter seien ausgebildet, um passend zu reagieren.

Auch in Geroldswil werden die zwei Gemeindepolizisten zum Einsatz kommen und bis zwei Uhr morgens patrouillieren. «Dies hat sich in den letzten Jahren bewährt», sagt Sicherheitsvorstand Martin Conrad (SVP). Ihm wäre es allerdings lieber, wenn die Menschen am Samstag ganz zu Hause blieben. «Wir haben unsere Primar- und Sekundarschulen gebeten, die Lehrpersonen und Schüler darüber zu informieren, dass ein Verzicht auf Halloween dieses Jahr das Sinnvollste ist», so Conrad. Zusätzlich wird die Gemeinde auf ihrer Website einen Appell an die Eltern richten, ihre Kinder nicht auf die Strasse gehen zu lassen.