Coronavirus
Kanton weitet Kapazitäten der Spitäler aus – derzeit sind 393 wegen Corona im Krankenhaus

Der Kanton Zürich weitet seine Spitalkapazitäten aus: Um die Zahl der Coronapatienten zu bewältigen, werden neu auch Spitäler stärker in die Pflicht genommen, die bisher nur eingeschränkt Coronapatienten behandelten.

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Der Kanton Zürich weitet seine Spitalkapazitäten aus, um die Zahl der Coronapatienten zu bewältigen. (Symbolbild)

Der Kanton Zürich weitet seine Spitalkapazitäten aus, um die Zahl der Coronapatienten zu bewältigen. (Symbolbild)

KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Es handelt sich um Spitäler, die bisher nur Coronapatienten behandelten, die sich selber in das Spital begeben haben oder die sich erst im Spital angesteckten haben, wie die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich am Mittwoch mitteilte.

Diese sogenannten Covid-C-Spitäler behandeln neu auch Coronapatientinnen und -patienten nach der Aktutphase ihrer Erkrankung. Ebenfalls übernehmen sie von anderen Spitälern Patienten, die nicht an Corona erkrankt sind, deren Behandlung aber nicht weiter aufgeschoben werden kann.

Massnahmen dienen Entlastung anderer Spitäler

Mit dieser Massnahme sollen die Covid-A- und Covid-B-Spitäler entlastet werden. Diese Spitäler waren bisher primär für die Versorgung von Coronapatienten zuständig, weil sie mit ihrer Intensivmedizin über die notwendige Fachkompetenz verfügen.

Als Covid-A- und Covid-B-Spitäler gelten beispielsweise das Universitätsspital Zürich, das Kinderspital Zürich, das Kantonsspital Winterthur oder die Spitäler Uster und Bülach. Die Covid-A- und Covid-B-Spitäler können im Bedarfsfall neu auch Personal von Covid-C-Spitäler anfordern.

Als Covid-C-Spitäler gelten unter anderem die Privatklinik Bethanien, die Kliniken Lengg, Susenberg und Pyramide am See oder das Spital Affoltern. Neu fallen auch die Zürcher Rehabilitationskliniken, die bisher keine Rolle in der Pandemiebewältigung gespielt haben, in diese Kategorie.

Reha-Kliniken und Spitäler ohne Leistungsauftrag dürfen laut Mitteilung die ihnen zugewiesenen Patientinnen und Patienten über die Obligatorischen Krankenversicherung abrechnen.

Spitäler sind «enorm gefordert»

Die Covid-A- und Covid-B-Spitäler seien zurzeit «enorm gefordert», heisst es in der Mitteilung weiter. Das Personal stehe seit langem unter unter grossem Druck und kurzfristig sei nicht mit einer Entlastung zu rechnen.

Momentan sind 393 Personen im Kanton Zürich wegen Corona im Spital, 87 davon auf einer Intensivstation. Darin inbegriffen sind auch 42 ausserkantonale Patientinnen und Patienten von denen sich 16 in Intensivpflege befinden.

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