Der Lions Club Limmattal feiert Geburstag - und spendet Ein-Dollar-Brillen für Afrika

Der Lions Club Limmattal feiert zwei Jubiläen und spendet Ein-Dollar-Brillen-Produktionskisten für Afrika.

Ly Vuong
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 Mit dieser Kiste kann das Draht nach Mass rechtwinklig gebogen werden für die Ein-Dollar-Brille. Remo Quirici erklärt, wie die Brillenherstellung funktioniert.
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 Die Erstellung der Ein-Dollar-Brille dauert etwa drei Stunden
 Es muss 16 Mal rechtwinklig gebogen 5 Mal rund gebogen und zwei Mal gedreht werden bis die Einzelteile der Brille parat sind
Lions Club Limmattal Jubiläum
 Von links LCL-Präsident Charly Mettier, neue Präsidentin Leo Club Limmattal Andrea Soom und neuer LCL-Präsident ab Juli Horst Färber.
 Bei den interessierten Zuschauer bei der Produktion der Ein-Dollar-Brille ist auch FDP-Kantonsrat Martin Romer (ganz links) der selbst ein Rotary-Mitglied ist.
 Alt-Kantonsratspräsident Rolf Steiner (links) und CVP-Kantonsrat Josef Wiederkehr tragen hier je eine One-Dollar-Brille.
 Fröhliches Beisammensein in der Markthalle - auch mit Gästen vom Lions Club München.
 Die Stadtjugendmusik Dietikon spielte Marsch- und Unterhaltungsmusik.
 Die CEM-Band brachte ein Hauch Afrika mit ihren African Grooves.
 Der Lions Club Limmattal hat auch an die Kleinsten gedacht mit einem Karussell.

Mit dieser Kiste kann das Draht nach Mass rechtwinklig gebogen werden für die Ein-Dollar-Brille. Remo Quirici erklärt, wie die Brillenherstellung funktioniert.

Ly Vuong

Gleich zwei runde Geburtstage kann der Lions Club Limmattal (LCL) dieses Jahr feiern. Zum einen sein 40-jähriges Jubiläum. Zum anderen das 100-jährige Bestehen des Lions Club International. Gefeiert wurde am Samstag auf dem Kirchplatz in Dietikon. Neben Festwirtschaft und Kinderkarussell sorgte dort Musik der afrikanischen CEM-Band, der Stadtjugendmusik Dietikon und eines Gospelchors für gute Stimmung.

Im Zentrum des Anlasses stand das Spenden-Sammeln für die Ein-Dollar-Brillen-Aktion in Afrika. Die LCL-Mitglieder Remo Quirici und Christoph Teuscher zeigten den Besuchern, wie die Herstellung der Ein-Dollar-Brille funktioniert. Mit Materialkosten von einem Dollar kann jeweils eine Brille stromlos hergestellt werden, indem man Drahteinzelteile auf einer Vorrichtung biegt, zusammenbaut und vorgefertigte Gläser mit verschiedenen Korrekturen einklinkt. Die Idee stammt vom deutschen Physik- und Mathematiklehrer Martin Aufmuth, der die Ein-Dollar-Brillen-Produktionskiste 2010 entwickelte, weil rund 150 Millionen Menschen in Afrika sich keine Brille leisten können.

Eine Produktionskiste kostet 2500 Franken. «Wir wollen an unserem Jubiläumsanlass 10 000 bis 15 000 Franken Spenden sammeln», sagte LCL-Präsident Charly Mettier. Damit lassen sich vier bis sechs Produktionskisten finanzieren. Man wolle diese in Afrika verschenken, damit Ein-Dollar-Brillenhersteller, die in dieser Technik unterrichtet werden, mit der Kiste ihren Lebensunterhalt verdienen können. Eine Brille kann zu einem Preis von ein bis drei Tageslöhne verkauft werden, was in Afrika etwa 6 bis 30 Dollar entspricht. «Würde man die Ein-Dollar-Brille in der Schweiz verkaufen, würde sie bei einem Monatslohn von 4000 Franken etwa 200 bis 600 Franken kosten», veranschaulichte LCL-Mitglied Reto Siegrist den Preis.

Edward Filippi (29), Zürich «Ich komme aus Ghana, dort kostet eine Brille im Schnitt 50 Franken, was ein bis zwei Monatslöhnen entspricht. Weil in den meisten afrikanischen Ländern Brillen zu teuer sind, wird die Ein-Dollar-Brillen-Aktion dort Gutes bewirken.»
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Josef Wiederkehr (47), Dietikon «Ich weiss, dass diese Aktion sehr wertvoll sein wird für die Menschen in Afrika. Denn ich reise ab und zu dorthin, weil unsere Familie selbst eine Stiftung hat, die Entwicklungsländer unterstützt.»
Christine Bollinger (80), Dietikon «Die Brille ist einfach praktisch und hilfreich. Modisch braucht sie nicht zu sein. Ich kenne den Lions Club Limmattal seit 10 Jahren und sehe, dass der Club viele gute Sachen macht.»
Ruedi Schütz (64), Dietikon «Nicht nur für Brillenkäufer ist die Ein-Dollar-Brille etwas Tolles. Menschen in Afrika können mit der Brillen-Produktionskiste ihren Lebensunterhalt bestreiten. Das finde ich sehr gut.»
Doris Bosshard (63), Dietikon «Sehen ist etwas Zentrales, damit wird die Lebensqualität erheblich verbessert. Vor 25 Jahren reiste ich nach Tansania und kürzlich war ich in Namibia und Botswana. Auf dem Land hat sich die Armut in Afrika kaum verändert.»

Edward Filippi (29), Zürich «Ich komme aus Ghana, dort kostet eine Brille im Schnitt 50 Franken, was ein bis zwei Monatslöhnen entspricht. Weil in den meisten afrikanischen Ländern Brillen zu teuer sind, wird die Ein-Dollar-Brillen-Aktion dort Gutes bewirken.»

Ly Vuong