Dietikon

Der neue Limmatweg ist offen – im Sommer folgt die neue Allmend Glanzenberg

Rund 50 Gäste freuten sich am Samstag über die Einweihung der neuen Verbindung über das Dietiker Reppisch-Flussdelta. So auch mehrere Fischer und Stadtpräsident Roger Bachmann. Der Ort sei ein «leuchtendes Beispiel» dafür, dass Dietikon mehr als Beton zu bieten habe, sagte dieser.

David Egger
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«Wir bitten alle, dieses kostbare Juwel angemessen zu würdigen. Es ist ein Unikat», machte Hanspeter Fuchs, Leiter Erneuerbare Energien bei den EKZ, in seiner Rede klar.
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Fuchs war auserkoren, zur offiziellen Einweihung der neuen Brücke das blaue Band durchzuschneiden.
Alfredo Scherngell, Leiter Wasserkraft bei den EKZ, half ihm dabei.
Fuchs setzt die Schere an ...
... und zack, die Brücke ist eröffnet.
Einweihung Reppisch-Flussdelta
Auch bei den Fischern herrscht Freude : hier im Bild Albert Demut aus der Fahrweid und Hans Matzinger aus Zollikon.
«Es ist genial, was hier gemacht wurde», sagt Fischer Jean Rubin, hier im Bild mit Frau Brigitta Rubin.
So sieht die neue Brückenverbindung von weitem aus.
Zur Fachwerkbrücke gesellt sich neu der Aussichtspunkt mit Betonsockel und der neue Holzsteg.
So sieht die neue Brücke aus, wenn man von der EKZ-Insel her kommt.
Zuerst geht es über den Holzsteg.
Dieser ist so gestaltet, dass die Menschen die Natur möglichst nicht stören.
Dank Sichtlöchern kann sich der Mensch gleichwohl ein Bild von der schönen Limmattaler Natur verschaffen.
Vom Aussichtspunkt geht es dann weiter über die Fachwerkbrücke.
Die Fachwerkbrücke ist 123 Jahre alt.
2015 war eine Notsanierung nötig. Nun kam es zu einer Gesamtsanierung.
Die Fachwerkbrücke sieht jetzt weider aus wie neu.
Im Rahmen der Renaturierung wurden auch ein paar neue Inselchen gebaut, hier jene zwischen Brücke und Limmat.
Im Reppisch-Delta hat es ebenfalls neue Inselchen.
So ist die Reppisch-Mündung nun noch schöner anzuschauen. Man darf sich schon auf den nächsten Sommer freuen.
Zur Einweihungsfeier gab es Punsch, Bier und Bratwürste.

«Wir bitten alle, dieses kostbare Juwel angemessen zu würdigen. Es ist ein Unikat», machte Hanspeter Fuchs, Leiter Erneuerbare Energien bei den EKZ, in seiner Rede klar.

AZ Limmattaler Zeitung/David Egger

Der Dietiker Limmatweg ist wieder durchgängig offen. Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) haben am Samstag die sanierte Fachwerkbrücke, den neuen Aussichtspunkt mitten im Flussdelta und den neuen Holzsteg offiziell eingeweiht. Die EKZ wurde zu Massnahmen wie diesem Brückenbau verpflichtet, als sie 2017 die neue Konzession zur Nutzung der Limmat erhielt.

«Der Brückenbau ist für uns ein neues Metier. Ein erfreuliches, denn im Gegensatz zum elektrischen Strom ist eine Brücke greifbar», sagte Hanspeter Fuchs, Leiter Erneuerbare Energien der EKZ, ehe er unter Beobachtung von rund 50 Personen das blaue Band durchschnitt.

123-jähriges Unikat macht jetzt wieder eine gute Falle

Die Fachwerkbrücke ist 123 Jahre alt. Über die Jahre hatte sie viel Rost angesetzt. Nach einer Notsanierung 2015 ist sie nun ganz saniert worden. Die Arbeiten erfolgten in Jona und in Kriens. «Jetzt macht die Brücke wieder eine gute Falle», sagte Fuchs. «Wir bitten alle, dieses kostbare Juwel angemessen zu würdigen. Es ist ein Unikat», sagte Fuchs weiter.
Vom neuen Aussichtspunkt zwischen Fachwerkbrücke und neuem Holzsteg lässt sich das neue Flussdelta beobachten, in dem sich Unterwasserkanal und Reppisch vereinigen, ehe sie weiterfliessen in die Limmat. Die Renaturierung brachte auch mehrere neue Inselchen mit sich. Zudem wurde der Spitz der EKZ-Insel abgetragen, sodass das Wasser mehr Platz hat. «Die Brücke und der Holzsteg schaffen eine Verbindung zwischen Natur und Mensch», so Fuchs.

«Eine gute Sache für die Fische»

«Es ist schön geworden», lobte der Dietiker Stadtpräsident Roger Bachmann. Der Ort sei «ein leuchtendes Beispiel dafür, dass wir mehr zu bieten haben als Beton». Freude herrscht auch bei den Fischern. «Für die Fische ist das alles eine gute Sache», sagte Albert Demut aus der Fahrweid. Auch sein Dietiker Kollege Jean Rubin war erfreut. «Genial» sei es, was hier gemacht wurde. Die Fischer, darunter auch Hans Matzinger aus Zollikon, freuen sich nun auf die neue Fischtreppe. Sie ist Teil des Kraftwerksbaus, auf den sich Projektleiter Alfredo Scherngell und sein Team jetzt konzentrieren.

Im Sommer weihen die EKZ und die Stadt Dietikon dann die Allmend Glanzenberg ein, die als neue Gummiböötler-Ausstiegstelle die Nötzliwiese entlasten soll. Einmal müssen die Spaziergänger am Limmatweg noch Geduld haben. Im Januar wird dieser wegen Arbeiten am Unterwasserkanal nochmals kurz gesperrt.