Fasnacht

Die jungen Limmattaler Narren sind los!

Der 39. Kinder-Fasnachtsumzug, organisiert von den «Luschtigen Dietikern» sowie den «Guggi-Häxe», ging am Samstag über die Bühne. Rund 1000 Personen, darunter 500 Kinder, sorgten für ein buntes Fest.

Daniel Diriwächter
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Zwei Globis im Bett
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Weitere Schneemänner aus dem Fondli
Vom Kinderkarten Steinmürli
Urchiges gab es auch am Umzug
Opulente Kostüme bot die Guggenmusik Gleibasler Schränz-Brieder
Schuleinheit Zentral
Piraten dürfen an einer Fasnacht nie fehlen
Latest News - Minions entern Dietikon!
Flower Power in Dietikon
Kleine Schneemänner
Fasnacht Dietikon Kinderumzug
Hoch auf dem Fasnachts-Wagen
Kleine Bienen
Eine Kuh kommt selten alleine
Ein Schneestern darf auch getragen werden
Ein kleiner Pirat der Hölle-Gilde
Ein Harlekin in Dietikon
Ein kleiner Feuerdrache
Die Stiereschränzer aus Urdorf dürfen nicht fehlen
Die Schuleinheit Steinmürli
Die Schnierliwutze aus Dietikon
Die Guggenmusik Näbelgeischter aus Jonen
Die Repischfäger Dietikon
Die Minions bleiben unter sich
Die luschtige Dietiker
Die luschtige Dietiker führen den Umzug an

Zwei Globis im Bett

Daniel Diriwächer

Wenn vom Dietiker Bahnhof hinauf zum Zelgliplatz kleine Zwerge und Hexen ihr Unwesen treiben und die gefühlte halbe Stadtbevölkerung den Verkehr auf der Oberdorfstrasse lahmlegt, dann ist der Kinder-Fasnachtsumzug angesagt. Ein komisch-fröhlicher Grossanlass, den die «Luschtigen Dietiker» zusammen mit den «Guggi-Häxe» auf die Beine stellen – und ein traditioneller: Es ist bereits der 39. Festzug seiner Art, der in diesem Jahr mit 44 Gruppierungen auftrumpfen kann, darunter viele ausgefallene Wagen sowie eine Armada von rund 500 Kindern aus Dietiker Kindergärten und Schulklassen.

Pünktlich um 14.44 Uhr zündet OK-Präsident Pius Baggenstos die fünf Startknaller. Närrisches Treiben auch am Himmel: Die Raketen tanzen aufgrund des Windes Pirouetten über den Köpfen der Zuschauer, die gespannt auf die zu erwartenden Fasnachtswesen warten. Baggenstos, selbst auf dem ersten Wagen, führt mit seinen «Luschtigen Dietikern» die Fasnächtler an, inklusive Konfetti-Kanone – 200 Kilogramm Munition für sie stehen bereit.

Sammelsurium an Ideen

Die zahlreichen Kinder und Jugendlichen, die sich nun Richtung Stadthalle schlängeln, werden auf ihrem Weg durch die Menge von namhaften Fasnächtlern und Guggi-Kapellen flankiert. Um nur einige zu nennen: Die Stiereschränzer aus Urdorf sind ebenso mit von der Partie wie die Dietiker Reppischfäger, aber auch Gäste wie die Gleibasler Schränz-Brieder aus Basel sowie die Bräusi-Vögel aus Spreitenbach, die das Schlusslicht bilden.

Während die Fasnachts-Prominenz ein Stelldichein liefert, sind die Kleinen die ganz Grossen und strömen in Scharen aus den Kindergärten und Klassenzimmern vom Steinmürli, Luberzen, Wolfsmatt, Fondli und Zentral, um zu zeigen: Die fünfte Jahreszeit gehört an diesem Tag den jungen Wilden vom Limmattal. Ihre Kostümierungen bieten ein Sammelsurium an lustigen wie aufwendigen Ideen; alles Mögliche ist dabei, vom putzigen Schneemann über verwegene Piraten bis zu grinsenden Kühen.

Baggenstos und sein Team erklärten bereits im Vorfeld, dass ein solcher Anlass nur mit der Unterstützung von zahlreichen Sponsoren überhaupt durchführbar ist. Denn der Umzug bildet erst den Anfang eines ereignisreichen Tages: In der Stadthalle steigt anschliessend die Kinder-Fasnachtsparty sowie die heiss geliebte Monster-Konfettischlacht. Die Erwachsenen kommen abends auf ihre Kosten: Die 3. Guggen-Power und der 11. Hudi-Ball werden für ausgelassene Stimmung sorgen.

Unschöne Szenen am Rande

Während der Dietiker Fasnachtsumzug am Samstag insgesamt von vorwiegend friedlich-fröhlicher Stimmung geprägt war, kam es am Rande auch zu unschönen Szenen, wie eine anonyme E-Mail-Schreiberin der «Limmattaler Zeitung» meldete.

Laut der E-Mail-Schreiberin aus Dietikon haben Jugendliche vorwiegend ausländischer Herkunft Umzugsteilnehmer mit Eiern beworfen oder ihnen Scheibenreiniger ins Gesicht gespritzt, auch sei geschubst worden.

Pius Baggenstos, OK-Chef des Umzugs, bestätigte gestern auf Anfrage die Vorfälle: «Ein trauriges Kapitel. Ein paar Jugendliche gingen auf vorwiegend erwachsene Umzugsteilnehmer los. Wir werden gezwungen, sein, nächstes Jahr die Schutzmassnahmen zu erhöhen.» (mts)