Bilder des Jahres

Die Redaktion zeigt ihre Lieblingsfotos von 2016

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und die Redaktion hat die Bildarchive durchforstet nach den besten Bilder des Jahres. Klicken Sie sich durch die wichtigsten regionalen Momente 2016 unserer Journalisten.

Drucken
Teilen
Sandro Zimmerli, Redaktor Das Limmattal lässt sich knuddeln. Zumindest in Schlieren waren die Passanten nicht abgeneigt, sich umarmen zu lassen. Jeweils am 21. Januar wird der Weltknuddeltag gefeiert. Einen Tag vor diesem Datum bot unsere Redaktorin Flurina Dünki im Zentrum von Schlieren Gratisumarmungen an, um zu testen, ob das Limmattal zum öffentlichen Knuddeln bereit ist. Wie sich zeigte, war es das. Vor allem Frauen scheinen geneigt zu sein, sich umarmen zu lassen. «Das ist wahre Menschlichkeit», rief eine Passantin euphorisch, bevor sie sich knuddeln liess. Es fanden sich aber auch Männer, die dem Angebot nicht widerstehen konnten. Einige liessen sich nach getanem Einkauf gleich ein zweites Mal knuddeln.
5 Bilder
Sophie Rüesch, Stv. Chefredaktorin Es geschieht nicht alle Tage, dass die Nonnen des Klosters Fahr zusammen ihr Zuhause an der Limmat verlassen. Und noch viel weniger, dass sie das tun, um für Veränderungen in der katholischen Kirche einzustehen. Am 2. Mai geschah aber genau das. Mit ihrer Teilnahme am Segnungsgottesdienst in St. Gallen wollten die Benediktinerinnen ihre Priorin unterstützen, die sich im Kernteam des Pilgerprojekts «Kirche mit*» für mehr Frauenrechte in der katholischen Kirche engagiert. Das Foto, geschossen am Tag des Pilgerreise-Starts, strahlt eine besondere Symbolkraft aus: Im Fokus die Frauen, die ihr Leben Gott gewidmet haben, verschwommen daneben der Bischof, stellvertretend für die männlichen Kirchenoberen, die die Regeln dieses Lebens schreiben. Den Reiz des Bilds macht aber aus, dass es sich hier eben gerade nicht um Menschen handelt, die diese jahrhundertealten Rollenbilder zementieren wollen: Die lebensfrohen Benediktinerinnen, die mit ihrer Anwesenheit – eine in weiten Kreisen der katholischen Kirche unpopuläre – Haltung zeigen, und der St. Galler Bischof Markus Büchel, der dem Anliegen von Priorin Irene und Co. mit seiner Segnung eine Legitimität verleiht, die eine Frauengruppe alleine nicht könnte. Das Engagement von Priorin Irene konnte übrigens auch im Limmattal überzeugen: Mit nur einer Stimme Differenz zu den Siegern wurde sie knapp nicht zur Limmattalerin des Jahres gewählt.
Jahresbilder Redaktion Limmattal
David Egger, Redaktor Bahnhofplatz Dietikon, am Bezirksgericht kollabiert ein Angeklagter: Was hat sich das Spital Limmattal gedacht, als dieser Anruf reinkam? Schnell in den Rettungswagen, es gilt Leben zu retten, so wie immer, ganz gemäss dem Eid des Hippokrates. Was die «Limmi»-Ambulanz, die Feuerwehr und die Polizei Tag für Tag leisten, verdient grossen Respekt. Täglich heulen die Sirenen an der Redaktion vorbei. Im Oktober, beim Notfall am Gericht, war mir nun dieser Schnappschuss möglich. Ich widme ihn dem Gerichtsreporter Attila Szenogrady, der 2016, nach 30 Jahren Einsatz für die Limmattaler Zeitung, 51-jährig verstorben ist.
Gabriele Heigl, Redaktorin Im Sommer zeigte mir der Oetwiler Bio-Bauer, Künstler und Natur-Aktivist Köbi Alt alle seine Kraftorte in Oetwil: seine aus der Natur geschaffenen Kunstwerke im Wiesentäli, die Werkstatt im Ort, die «Galerie zur Trotte». Er erzählte mir von den Projekten, die er plante, und von den Themen, die ihn zeitlebens umtrieben. Ein politischer Mensch, der sich nicht scheute, anzuecken. Das machte ihn für manche zu einem schwierigen Zeitgenossen, für viele aber zu einem äusserst interessanten und beeindruckenden Gesprächspartner. Am 31. Oktober ist er im Alter von 72 Jahren gestorben.

Sandro Zimmerli, Redaktor Das Limmattal lässt sich knuddeln. Zumindest in Schlieren waren die Passanten nicht abgeneigt, sich umarmen zu lassen. Jeweils am 21. Januar wird der Weltknuddeltag gefeiert. Einen Tag vor diesem Datum bot unsere Redaktorin Flurina Dünki im Zentrum von Schlieren Gratisumarmungen an, um zu testen, ob das Limmattal zum öffentlichen Knuddeln bereit ist. Wie sich zeigte, war es das. Vor allem Frauen scheinen geneigt zu sein, sich umarmen zu lassen. «Das ist wahre Menschlichkeit», rief eine Passantin euphorisch, bevor sie sich knuddeln liess. Es fanden sich aber auch Männer, die dem Angebot nicht widerstehen konnten. Einige liessen sich nach getanem Einkauf gleich ein zweites Mal knuddeln.

Chris Iseli