In Unterengstringen steht die vierte Schulpsychologie-Abstimmung bevor

Der neue Lift im Schulhaus Büel kam günstiger als erwartet. Neben dieser Bauabrechnung stimmt die Gemeinde zudem über den Zusammenarbeitsvertrag für den Schulpsychologischen Dienst ab.

David Egger
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Die Schulgemeinde stimmt als vierte von fünf Gemeinden über den Zusammenarbeitsvertrag für den Schulpsychologischen Dienst rechts der Limmat ab. (Bild: Gemeindehaus Unterengstringen)

Die Schulgemeinde stimmt als vierte von fünf Gemeinden über den Zusammenarbeitsvertrag für den Schulpsychologischen Dienst rechts der Limmat ab. (Bild: Gemeindehaus Unterengstringen)

SEVERIN BIGLER

Der Primarschulgemeinde Unterengstringen ist es 2016 gelungen, mit einem Plus abzuschliessen. Rund 300 000 Franken konnte die Schule dem Eigenkapital hinzufügen, das damit wieder über einer Million Franken liegt. Budgetiert war noch ein Defizit von rund 30 000 Franken. Insbesondere tiefere Personal- und Sachaufwände sowie ein höherer Steuerertrag führten zum besseren Ergebnis. Über die Rechnung wird nun an der Gemeindeversammlung übermorgen Mittwoch abgestimmt.

Es ist die zweitletzte Jahresrechnung der Schulgemeinde Unterengstringen überhaupt. Denn per Januar 2018 wird sie mit der Politischen Gemeinde zur Einheitsgemeinde zusammengeschlossen. Die drei Vorjahre hatte die Schule noch mit Defiziten abgeschlossen.
Die Politische Gemeinde hat das letzte Jahr mit einem Plus von 90 000 Franken abgeschlossen, nachdem im Budget ein Minus von 630 000 vorgesehen war. Hier fielen insbesondere die höheren Steuererträge ins Gewicht.

Die Gemeindeversammlung Unterengstringen findet statt am Mittwochabend
um 20 Uhr im Gemeindesaal Büel.

Vorerst keine Mehrkosten erwartet

Die Schulgemeinde stimmt zudem als vierte von fünf Gemeinden über den Zusammenarbeitsvertrag für den Schulpsychologischen Dienst rechts der Limmat ab. Zwar wird davon ausgegangen, dass die Gesamtkosten für den Schulpsychologischen Dienst steigen werden im Vergleich zu den bisherigen Kosten der drei Schulpsychologischen Dienste im rechten Limmattal, nämlich um rund 12 Prozent. Die Unterengstringer Schulpflege rechnet aber für Unterengstringen nicht mit Mehrkosten. Sie geht grundsätzlich davon aus, dass die Kosten für Unterengstringen weitherhin mit jährlich 60 000 Franken budgetiert werden können.

Der Hintergrund: Der bisherige gemeinsame Schulpsychologische Dienst von Unterengstringen, Weiningen und der Oberstufe Weiningen bringt mehr Stellenprozente in den neuen und grösseren Dienst als die Primarschule Oetwil-Geroldswil und die Gemeinde Oberengstringen, nämlich 70 statt 60 Stellenprozent. Allerdings sind die Kosten, die die einzelnen Vertragspartner übernehmen müssen, abhängig von den Schüler- und Fallzahlen, sodass je nach Entwicklung auch Unterengstringen und Weiningen nicht vor höheren Kosten gefeit sind.

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Millionen Franken beträgt das Eigenkapital der Unterengstringer Schulgemeinde. Es ist 2016 um etwas mehr als 300 000 Franken gestiegen.

Weiter stimmt die Primarschulgemeindeversammlung über die Bauabrechnung zum Schulhaus Büel B ab, wo die fast 40 Jahre alte Liftanlage umgebaut und saniert wurde. Den Kredit dafür im Umfang von 75 000 Franken hatte die Gemeindeversammlung vor einem Jahr gesprochen, als klar war, dass die Liftanlage mangelhaft war und die neusten Sicherheitsrichtlinien nicht mehr komplett einhalten konnte. Bei der Offerteneinholung hat sich ergeben, dass ein Totalersatz diverse Vorteile mit sich bringt und erst noch günstiger ist.

Beim Lift 13 Prozent eingespart

Der Preis für die neue Anlage, erstellt von einem Generalunternehmer, betrug schliesslich 65 000 Franken, der Kredit wurde also um 10 000 Franken unterschritten, was etwas mehr als 13 Prozent des Gesamtkredits entspricht. Alle vier traktandierten Geschäfte werden von der Rechnungsprüfungskommission zur Annahme empfohlen.