Limmattal

Jahresrückblick: Das waren die Schlagzeilen in den Monaten Oktober bis Dezember

Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu. Hier gibt es einen Rückblick auf alle wichtigen Ereignisse im Limmattal in den Monaten Oktober bis Dezember.

Alex Rudolf
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Die Villa Simon in Dietikon wird ohne Bewilligung abgerissen.

Die Villa Simon in Dietikon wird ohne Bewilligung abgerissen.

Gabriele Heigl

4. Oktober

Der Jazzclub Allmend ist gerettet

Ein Oberengstringer Wahrzeichen kann weiter bestehen: Nachdem vier der acht Vorstandsmitglieder des Vereins Jazzclub Allmend ihren Rücktritt bekannt gaben, präsentiert der aktuelle Präsident Martin von Aesch seinen Nachfolger. Es handelt sich um den 53-jährigen Primarlehrer Michael Heisch, der selbst auch Musiker ist. Die Suche nach einem Nachfolger gestaltete sich enorm schwierig. Mehrmalige Aufrufe blieben erfolglos. Von Aesch hatte bereits damit gerechnet, dass der Jazzclub schliessen müsse, bevor Heisch sich für das Amt meldete. Die Stabübergabe vom alten zum neuen Präsidenten findet im Herbst 2017 statt.

Der Jazzclub Allmend ist seit 25 Jahren eine feste Grösse in der Szene..jpg

Der Jazzclub Allmend ist seit 25 Jahren eine feste Grösse in der Szene..jpg

Limmattaler Zeitung

5. Oktober

Novartis verlässt den Bio-Technopark

Der Basler Pharmariese Novartis streicht wegen einer strategischen Neuausrichtung am Standort Schlieren 73 Stellen des ehemals selbstständigen Unternehmens Esba-Tech. Dieses ist auf Augenheilkunde spezialisiert. Nur wenige Wochen später kommen aus dem Bio-Technopark aber wieder erfreuliche Nachrichten. Das erst im Jahr 2015 gegründete Unternehmen Topadur, das ein Medikament für eine bessere Wundheilung bei Diabetespatienten entwickelt, erhält Ende November den Swiss Technology Award.

12. Oktober

Ein Wahrzeichen Schlierens verschwindet

Nach einem lauten Knall senkt sich der Hochkamin auf dem Geistlich-Areal in Schlieren in Richtung Engstringerstrasse und fällt mit grosser Wucht zu Boden. Die Sprengung des Kamins der ehemaligen Leimfabrik unweit des Bahnhofs ermöglicht viel Neues. So werden bis zum Jahr 2019 zwei Gebäude erstellt, die eine Nutzfläche von insgesamt 45 000 Quadratmetern aufweisen. Es entstehen angrenzend an den Rietpark total rund 450 Wohnungen. Dabei handelt es sich unter anderem um 78 Alterswohnungen, 30 Pflegezimmer und 84 Loftwohnungen.

16. Oktober

Das Dalai-Lama-Fieber bricht aus

Der Schweiz-Besuch des Dalai Lama sorgt für viel Aufsehen – auch aus Limmattaler Sicht. Der Dietiker Kantonsratspräsident Rolf Steiner (SP) trifft das spirituelle Oberhaupt der Tibeter anlässlich des Friedensgottesdienstes im Zürcher Grossmünster. Im Anschluss gibt es noch ein Mittagessen mit verschiedenen Zürcher Vertretern. Steiners Fazit: «Der Dalai Lama ist sehr präsent und fit für sein Alter.»

Eindrückliches Treffen mit dem Dalai Lama: Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch, der Kantonsratspräsident aus Dietikon, Rolf Steiner, der Präsident des Zürcher Gemeinderates, Roger Bartholdi, und der Regierungsrat Mario Fehr (von links) lassen sich im Anschluss an den Friedensgottesdienst mit dem Dalai Lama ablichten. Kathrin Steiner

Eindrückliches Treffen mit dem Dalai Lama: Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch, der Kantonsratspräsident aus Dietikon, Rolf Steiner, der Präsident des Zürcher Gemeinderates, Roger Bartholdi, und der Regierungsrat Mario Fehr (von links) lassen sich im Anschluss an den Friedensgottesdienst mit dem Dalai Lama ablichten. Kathrin Steiner

19. Oktober

Manifest soll Verkehrsprobleme lösen

Rund 40 Vertreter der Limmattaler Politik und Wirtschaft unterzeichnen im Dietiker Stadthaus das Verkehrsmanifest. In diesem fordert die Region eine S-Bahn-Haltestelle Silbern, die Verkürzung der Autobahnausfahrt Dietikon und den Ausbau des Halbanschlusses Spreitenbach. Die Forderung, dass der Bau der Limmattalbahn sowie jener des neuen Gubristtunnels möglichst ohne Verzögerung realisiert werden soll, bringt auch Kritiker auf den Plan. Mehrere Dutzend Personen protestieren vor dem Stadthaus gegen die im vergangenen Jahr vom Zürcher Stimmvolk angenommene Stadtbahn.

31. Oktober

Künstler Köbi Alt stirbt im Alter von 72 Jahren

Plötzlich und unerwartet stirbt der Oetwiler Künstler Jakob «Köbi» Alt im Wiesentäli. Dieses diente ihm auch als Ausstellungsstätte. Seine Werke stellte er aus Naturmaterialien wie zum Beispiel Holz, aber auch oftmals aus Altmetall zusammen. Besonders in Erinnerung geblieben ist auch seine Interpretation des Zürcher Hafenkrans, welche er am Oetwiler Waldrand erstellte.

Köbi Alt: Im Wiesentäli stehen seine Werke, die Spaziergänger zum Nachdenken anregen sollen.

Köbi Alt: Im Wiesentäli stehen seine Werke, die Spaziergänger zum Nachdenken anregen sollen.

Chris Iseli

8. November

Schlieremer Personal stimmt für BVK-Austritt

Die rund 380 Angestellten der Stadt Schlieren wollen nicht bei der Personalvorsorgekasse des Kantons Zürich (BVK) bleiben, sondern sich der Dietiker Pensionskasse SHP anschliessen. In einer Abstimmung entscheiden sich 58 Prozent der Angestellten für diesen Wechsel. Dies vor dem Hintergrund, dass die Versicherungsbedingungen bei der BVK sich verschlechtern, während die Offerte der SHP attraktivere Konditionen anbietet.

11. November

Villa Simon wird ohne Bewilligung abgerissen

Die stattliche Villa Simon an der Dietiker Römerstrasse wird abgerissen. Und das ohne Bewilligung. Seit mehreren Monaten steht eigentlich fest, dass das Gebäude aller Wahrscheinlichkeit nach ins Inventar der schutzwürdigen Bauten aufgenommen werden soll. Brisant ist dieser Fall auch, weil mit Lucas Neff ein Gemeinderat der Grünen involviert ist. Die Stadt zieht wenige Tage später einen Rechtsbeistand hinzu. Mitte Dezember reicht sie Strafanzeige gegen Bauherrschaft, Architekt und Abbruchfirma ein.

Die Villa Simon war kurz davor, in die Inventarliste der schutzwürdigen Bauten aufgenommen zu werden.

Die Villa Simon war kurz davor, in die Inventarliste der schutzwürdigen Bauten aufgenommen zu werden.

ZVG & GAH

29. November

Zühlke zieht in die ehemalige NZZ-Druckerei

Die beiden Standorte des Schlieremer Unternehmens Zühlke werden zusammengezogen und ab 2019 in der ehemaligen NZZ-Druckerei untergebracht. Rund 500 Angestellte werden dann in der sogenannten Rotationshalle ihre Büros beziehen. Erst wenige Wochen zuvor eröffnete in der angrenzenden Halle das Pop-up-Restaurant Only Temporary. Dieses war lediglich während zweier Monate geöffnet und bot an den Wochenenden jeweils Platz für rund 200 Gäste.

5. Dezember

Vesna aus Schlieren verliert im «Bachelor»-Final

Im Final der «Bachelor»-Sendung des Senders 3+ hat die Schlieremerin Vesna das Nachsehen. Bachelor Janosch Nietlisbach entscheidet sich nämlich für Vesnas beste Freundin Kristina – dabei war es Vesna, die Kristina überhaupt erst anmeldete. Bereits zuvor – in der siebten von neun Runden – ist Kandidatin Kay aus Oberengstringen ausgeschieden.

Die Bachelor-Kandidatin Vesna aus Schlieren

Die Bachelor-Kandidatin Vesna aus Schlieren

watson.ch

21. Dezember

Hassan K. muss vier weitere Jahre ins Gefängnis

Das Zürcher Obergericht verurteilt den Syrer Hassan K., der im Februar 2016 aus dem Gefängnis Limmattal in Dietikon ausgebrochen ist, zu vier Jahren Freiheitsstrafe, da er im November 2014 in Schlieren eine 15-Jährige vergewaltigt hatte. Die Oberrichter bestätigen das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon. Da K. frühere Strafen noch nicht komplett abgesessen hat, bleibt der 28-Jährige damit voraussichtlich bis ins Jahr 2021 in Haft.