Unterengstringen

Kampfwahl unter Parteilosen: Jenny Ortu und Désirée Abbenseth Stapfer wollen in die Schulpflege

Die beiden parteilosen Kandidatinnen Désirée Abbenseth Stapfer und Jenny Ortu empfehlen sich den Unterengstringer Stimmberechtigten am 27. September zur Wahl.

liz
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Blick auf das Schulhaus Büel B: Am 27. September entscheiden die Stimmberechtigten, wer die Schulpflege wieder komplettiert.

Blick auf das Schulhaus Büel B: Am 27. September entscheiden die Stimmberechtigten, wer die Schulpflege wieder komplettiert.

Limmattaler Zeitung

Seit dem Rücktritt von Nicole Stadelmann hat die Schulpflege Unterengstringen einen vakanten Sitz. Weil sich mit Jenny Ortu und Désirée Abbenseth Stapfer zwei Kandidatinnen für das Amt bewerben, wird am 27. September eine Ersatzwahl durchgeführt. Dann entscheiden die Stimmberechtigten, wer das Gremium um Schulpräsident Beat Fries (parteilos), Martin Amann (parteilos), Marcel Blum (SVP), Katiusca Melis Bonello (parteilos) wieder komplettieren wird.

Ihr dreijähriger Sohn komme bald in den Kindergarten, sagt Jenny Ortu. Das habe sie motiviert, sich für das Amt zu bewerben, um einen Einblick hinter die Kulissen zu erhalten und selbst mitzuwirken und zu entscheiden. Sie habe das Inserat in der Zeitung gesehen und sich nach Diskussionen mit anderen Eltern auf dem Spielplatz bei der Schule entschieden, selbst aktiv zu werden. Über politische Erfahrung verfügt die gebürtige Affoltemerin bisher noch nicht. Folglich tritt sie als Parteilose an. Vor sechs Jahren ist Ortu nach Unterengstringen gezogen. Aber sie kannte die Gemeinde vorher schon, weil sie bereits länger im Limmattal wohnt und immer gerne Zeit an der Limmat verbrachte, wie sie erzählt.

«Ich bin sehr offen und könnte frischen Wind in die Schulpflege bringen.» Jenny Ortu, Kandidatin für die Schulpflege

«Ich bin sehr offen und könnte frischen Wind in die Schulpflege bringen.» Jenny Ortu, Kandidatin für die Schulpflege

zvg

«Ich bin sehr offen und könnte frischen Wind in die Schulpflege bringen», sagt Ortu. Sie sei motiviert, sich in das eingefleischte Team zu integrieren und von den anderen zu lernen. Von ihrem Job als Bankerin bei einer Zürcher Privatbank sei sie sich viel Teamarbeit gewohnt. Wahlwerbung betreibe sie vor allem über Mundpropaganda: «Ich bin zurzeit viel im Dorf unterwegs und habe allen in meinem Umkreis davon erzählt.» Sie gehe offen in die Wahl und freue sich, erste Erfahrungen zu sammeln. Deshalb sei sie auch im Falle einer Niederlage nicht enttäuscht und weiter motiviert, sich in Zukunft in der Gemeinde zu engagieren.

Aktiv werden statt nur zu reden

«Mir ist es wichtig, dass es unserer Gemeinde und unserer Schule gut geht», sagt die ebenfalls parteilose Désirée Abbenseth Stapfer. Sie selbst besuchte die Schule in Unterengstringen und bereits ihre Mutter ist im Dorf aufgewachsen. In Gesprächen mit anderen Eltern bekomme man viel mit. Aber sie wolle nicht nur über mögliche Probleme reden, sondern sich aktiv einbringen, sonst ändere sich nichts, sagt die Mutter zweier Mädchen – die jüngere besucht den Kindergarten, die ältere die zweite Klasse.

«Ich habe eine eigene Meinung und vertrete die auch gerne.» Désirée Abbenseth Stapfer, Kandidatin für die Schulpflege

«Ich habe eine eigene Meinung und vertrete die auch gerne.» Désirée Abbenseth Stapfer, Kandidatin für die Schulpflege

Limmattaler Zeitung

«Ich habe eine eigene Meinung und vertrete die auch gerne», sagt Abbenseth Stapfer, die als Volontärin regelmässig beim Seniorenessen mithilft. Aber sie höre auch gerne anderen zu. Es sei wichtig, nicht einfach alles abzunicken, sondern gemeinsam die beste Lösung für möglichst viele betroffene Kinder zu finden. Darin habe sie viel Übung: Abwägen, Priorisieren und aktiv Kommunizieren seien auch in ihrem Job als Experience Designerin bei der Swisscom entscheidend. Wie Ortu tritt auch sie erstmals für ein öffentliches Amt an. «Ich habe in den letzten paar Wochen sehr viel gelernt», sagt sie. Ihre Chancen schätzt sie als ausgeglichen ein: Sie sei zwar stärker im Dorf verwurzelt, aber durch ihre Tätigkeit im Elternverein habe Ortu auch ein grosses Netz.

Obwohl sie gegeneinander antreten, sind sich beide Kandidatinnen einig, dass von einer Kampfwahl keine Rede sein könne. «Egal wer gewinnt: Es geht darum, dass wir eine gute Person in der Schulpflege haben», sagt Abbenseth Stapfer. Nicole Stadelmann trat nach vier Jahren aus der Schulpflege zurück. Sie war für das Ressort Personelles verantwortlich und erzielte bei den Erneuerungswahlen 2018 das beste Resultat aller Kandidierenden für die Schulpflege.