Uitikon

Pro Üetliberg verzichtet auf einen Weiterzug der Beschwerde

Die Verkehrsanordnung mit Kontrollsystem kann am Zürcher Hausberg definitiv eingeführt werden.

Alex Rudolf
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Der Verein Pro Üetliberg findet, dass die Anzahl erlaubter Autofahrten von jährlich 4000 zu hoch ist. Foto: Cynthia Mira

Der Verein Pro Üetliberg findet, dass die Anzahl erlaubter Autofahrten von jährlich 4000 zu hoch ist. Foto: Cynthia Mira

Cynthia Mira

Der Verkehrsanordnung auf dem Üetliberg steht nun nichts mehr im Weg. Dies wurde gestern bekannt. Denn der Verein Pro Üetliberg entschied an seiner Vorstandssitzung, seinen abgewiesenen Rekurs gegen die Anordnung nicht weiterzuziehen, wie Präsidentin Margrith Gysel gestern auf Anfrage sagte.

Im vergangenen Herbst wurde unter Federführung der Kantonspolizei und der Gemeinde Uitikon eine neue Verkehrsanordnung vorgestellt, deren Kern ein Videoüberwachungssystem beim Schülerheim im Dorfteil Ringlikon sowie ein Online-System zum Bezug von Ausnahmebewilligungen ist. Dagegen rekurrierten der Verein Pro Üetliberg, der Fachverband Fussverkehr Schweiz sowie mehrere Anwohner. Sie monierten, dass die Regelung zu schwammig formuliert sei und der Bewilligungsinstanz – dies ist der Uitiker Gemeinderat – ein zu grosser Interpretationsspielraum gegeben werde. Zudem greife die Anordnung dem noch nicht festgesetzten Gestaltungsplan Uto Kulm vor. Vergangene Woche wurde bekannt, dass die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion nicht auf den Rekurs eintritt. Dies weil das öffentliche Interesse an einer Neuregelung des Verkehrs höher zu gewichten sei als die Abgleichung mit dem Gestaltungsplan. Zudem habe der Uitiker Gemeinderat zwar einen erheblichen, jedoch nicht einen übermässigen Ermessensspielraum, hiess es zur Kritik der Rekurrenten, dass das Bewilligungssystem zu lasch sei.

Nun wolle man vonseiten des Vereins Pro Üetliberg erst das Gespräch mit dem Uitiker Sicherheitsvorstand Patrik Wolf (FDP) suchen, wie Gysel zum weiteren Vorgehen sagt. «Wir glauben, dass wir nicht den Rechtsweg beschreiten müssen, um zu einer konstruktiven Lösung zu gelangen.» Doch werde man ein Auge darauf halten, ob das Kontrollsystem mit Sonnenpanels funktioniert und wie und wie viele Ausnahmebewilligungen die Gemeinde ausstellt. «Im Speziellen interessiert uns, ob die Fahrtenhöchstzahlen von 4000 Hin- und Rückfahrten auch eingehalten werden», so Gysel. Auch gegen den Gestaltungsplan Uto Kulm rekurrierte der Verein Pro Üetliberg. Dieses Verfahren ist jedoch derzeit noch hängig.