Uitikon

Sanierung der Kirche St. Michael in Uitikon ist vielen zu teuer

Die Sanierung der Kirche St. Michael für rund 2,5 Millionen Franken polarisiert. Eine Steuerfusserhöhung der katholischen Kirchgemeinde ist bei einem Ja bereits heute absehbar.

Alex Rudolf
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Im 2,5-Millionen-Franken Kredit enthalten ist das Geld für die Sanierung des Kirchendachs, des Kirchturms sowie der Schäden in Inneren der Kirche.

Im 2,5-Millionen-Franken Kredit enthalten ist das Geld für die Sanierung des Kirchendachs, des Kirchturms sowie der Schäden in Inneren der Kirche.

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Das Projekt ist gleichermassen ambitioniert und umstritten. Über den Kredit in der Höhe von 2,5 Millionen Franken für die Sanierung der Kirche St. Michael in Uitikon wird am 30. März abgestimmt. Doch bereits jetzt steht fest, dass bei einem Ja an der nächsten Kirchgemeindeversammlung vom Spätherbst 2014 der Steuerfuss um ein bis zwei Prozent erhöht werden muss.

Bruno Frigerio, Präsident der katholischen Kirchgemeinde Aesch, Uitikon und Birmensdorf, weiss, dass die Abstimmung knapp werden könnte. «Manche stimmberechtigte Katholiken finden, dass man zu lange zugewartet hat mit dieser Sanierung», sagt er. Ausserdem seien viele von dieser hohen Summe überrascht, die Arbeiten seien aber absolut notwendig. Dass in der Kirchgemeinde Stimmen laut werden, die der Kirchpflege vorwerfen, man habe sich für eine Luxusvariante entschieden, versteht Frigerio nicht: «Mit der Sanierung des Pfarrhauses beispielsweise warten wir noch zirka fünf bis zehn Jahre, auch wenn diese Arbeiten ebenfalls notwendig sind», sagt er. Frigerio betont, dass alle drei politischen Gemeinden hinter dem Projekt stünden.

Im 2,5-Millionen-Franken Kredit enthalten ist das Geld für die Sanierung des Kirchendachs, des Kirchturms sowie der Schäden in Inneren der Kirche. Wozu solche an Wänden und Fenstern zählen. Auch die Fassade und haustechnische Anlagen, wie Heizung, Lüftung und Elektroinstallation sollen erneuert oder aufgerüstet werden.

Ende 2012 sprach die katholische Kirchgemeinde einen Kredit in der Höhe von 800 000 Franken für eine Dachsanierung der Kirche. Differenzen mit dem dafür zeichnenden Architekten bewogen die Kirchenpflege dazu, eine Neubeurteilung der Sanierungsbedürftigkeit des Gotteshauses in Auftrag zu geben. Dabei habe sich herausgestellt, dass die Schäden weitaus gravierender sind, als angenommen, wie Bruno Frigerio sagt. Ein weiterer Rückschlag war die Erkenntnis, dass der von der Kirchgemeindeversammlung gesprochene Kredit nicht rechtmässig ist. Nach der neuen Kirchgemeindeordnung können an Versammlungen nur Kredite in der Höhe von höchstens einer halben Million Franken gesprochen werden. Alle Beträge darüber hinaus müssen an der Urne genehmigt werden.

Mehr Macht für die Kirchgemeinde?

Hier setzt auch der Plan B von Bruno Frigerio an. Falls die Aescher, Birmensdorfer und Uitiker Katholiken das Projekt bachab schicken, überlegt er sich, an der nächsten Kirchgemeindeversammlung einen Antrag zu stellen, der diese Kreditlimite auf eine Million Franken erhöht. «Mache ich dies nicht, dann würde an der Uitiker Kirche über Jahre hinweg nur das Nötigste saniert», so Frigerio.