Schlieren
In einem Keller am Heimeliweg sind vier Musiker zu den «Greatbyrds» geworden – am 22. Februar erscheint ihr erstes Album

Jahrelang traf sich die Band «The Greatbyrds» zu Jamsessions. Dann begannen die Musiker eigene Songs zu schreiben. Daraus entstand ihr erstes Album «The Magic Memories», das am 22. Februar erscheint.

Celia Büchi
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Flurin Manella, Florian Ineichen, Adrian Kaiser und Naomi Kirchgraber bilden zusammen «The Greatbyrds».

Flurin Manella, Florian Ineichen, Adrian Kaiser und Naomi Kirchgraber bilden zusammen «The Greatbyrds».

Henry Muchenberger

Eine bunt zusammengewürfelte Truppe, die übers gemeinsame Musikmachen miteinander verbunden ist: Das sind «The Greatbyrds». Adrian Kaiser (40) aus Schlieren und Florian Ineichen (41) aus Sempach sind die Gitarristen. Naomi Kirchgraber (44) aus Ebikon stellt am Bass die Verbindung zwischen Melodie und Rhythmus her. Und Flurin Manella (33) aus Hausen am Albis sorgt am Schlagzeug für den Beat.

Den Gesang teilen sich Kaiser, Ineichen und Kirchgraber. «Die Freude an der Musik und die Leidenschaft verbindet uns», sagt Kaiser. «Wir brillieren als Einheit.»

Nun erscheint mit «The Magic Memories» das erste Album dieser Einheit. «Die Songs sind Geschichten, Erinnerungen und Träumereien. Jeder kann sie frei interpretieren», sagt Kaiser. «Ein paar der Lieder fangen unser Lebensgefühl ein. Und in jedem der Songs findet sich der Stempel von uns vier», sagt Kirchgraber. Ab dem 22. Februar wird das Album auf den grossen Plattformen Youtube, Spotify und Apple Music sowie in insgesamt 120 Onlineshops verfügbar sein.

«Vom ersten Ton bis zum letzten Bild haben wir alles selber gemacht»,

sagt Kaiser. Die Plattentaufe werde vermutlich im Herbst stattfinden. «Aber jetzt feiern wir erstmals die Veröffentlichung des Albums», sagt Manella.

Der Song «Funny Place» gibt einen Vorgeschmack auf die Kompositionen der «Greatbyrds».

Youtube

Entstanden sind die Songs des Albums in Adrian Kaisers Keller am Heimeliweg in Schlieren. «Kreativatelier» nennt er den Raum auch. «Meistens kommt Adrian mit einem Songgerüst und dann können wir alle darauf aufbauen und unsere Farbkleckse hinzugeben», sagt Ineichen. «Irgendwann wissen wir, was wie zusammenpasst und ein Song entsteht.»

Der Musikstil der Band lässt sich nur schwer definieren, da sind sich alle vier Mitglieder einig. «Von der Instrumentenwahl her sind wir eine Rockband, aber wir weichen deutlich vom Rock ab», sagt Manella. «Die Improvisation ist ein wichtiger Teil unserer Musik», fügt Kirchgraber an. «Alternative Musik trifft es wohl am ehesten», meint Kaiser.

Alles begann im «Rock-Bunker»

Über die Improvisation haben die vier Musiker auch zusammengefunden. Ihre ersten gemeinsamen Melodien erklangen in einem «Rock-Bunker» in Hausen am Albis. «Der Bunker wird schon lange von verschiedensten Leuten als Proberaum genutzt», sagt Ineichen. Zu den Anfangszeiten der Band führten sie dort Jamsessions durch.

«Dabei gab es einen Austausch auf menschlicher, energetischer und musikalischer Ebene», sagt Kaiser. «Dort konnten wir so laut sein, wie wir wollten und bis spät in die Nacht spielen», schwärmt Ineichen.

Der Weg führte die «Greatbyrds» von den Improvisationen und Liveauftritten im Bunker an den Heimeliweg, wo sie «nun lange an ihrem Album herumgekaut haben», wie Ineichen sagt. Für die Aufnahme seien sie für ein Wochenende in den Bunker zurückgekehrt. Ihr guter Freund Silvan Mächler habe ihnen dabei geholfen. «Es war spannend, mal an einem Produkt zu arbeiten. Man muss ganz anders vorgehen als beim Improvisieren», sagt Ineichen.

«Es ist, als ob man eine Rohskulptur lange schleifen und polieren muss.»

Sie alle seien keine Berufsmusiker. Dass sie mit dem Album trotzdem ein solches Niveau erreicht hätten, sei beeindruckend. In nächster Zeit wollen sie sich wieder mehr auf Liveauftritte konzentrieren.

Der Namen «The Greatbyrds» stamme von einem gleichnamigen Song, sagt Kirchgraber. «Es geht darin um Glück und Freiheit, die Vögel verkörpern, um Träumereien, Sehnsüchte und Schwerelosigkeit», sagt Kaiser. «Man muss sich einfach in den Song hineinfühlen, dann kann man sich von der Stimmung wegtragen lassen», sagt Ineichen.