Urdorf
Ihr Traum wird wahr: Die Kinder der Schule Weihermatt bekommen eine 12 Meter lange Rutschbahn

Knapp zwei Jahre nach der Eröffnung des neuen Pausenplatzes komplettiert der Spielturm das Projekt. Die Schülerinnen und Schüler wirkten nicht nur bei der Gestaltung mit, sondern sammelten auch Geld für Spielgeräte.

Sibylle Egloff
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Kriegen endlich ihre Rutschbahn: Die Schülerinnen und Schüler der Schule Weihermatt posieren vor dem neuen Spielturm. Sie freuen sich, dass ihr Wunsch nun Realität wird.

Kriegen endlich ihre Rutschbahn: Die Schülerinnen und Schüler der Schule Weihermatt posieren vor dem neuen Spielturm. Sie freuen sich, dass ihr Wunsch nun Realität wird.

Sandra Ardizzone

«Cool, endlich hat es geklappt», sagt die 12-jährige Jael. Ihre gleichaltrige Schulkameradin Selina findet: «Eine Rutsche wünschen wir uns schon seit vielen Jahren.» Die Sechstklässlerinnen und ihre Kolleginnen stehen auf dem Pausenplatz der Schule Weihermatt in Urdorf. Vor ihnen wird gerade der neue Spielturm samt 12 Meter langer Rutschbahn aufgestellt.

Nicht nur für die Schülerinnen und Schüler ist es ein freudiger Moment. Auch bei Michael Gerber, Schulleiter der Schule Weihermatt und Katja Ruess, Präsidentin des Elternrats Weihermatt, ist das Lächeln hinter der Maske deutlich zu erkennen. «Ich freue mich sehr, dass die Kinder dieses Spielgerät in der tristen Coronazeit erhalten», sagt Gerber. Für ihn sei das Projekt ein erfolgreiches Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit. Die Schülerschaft, die Lehrpersonen, die Schulpflege, der Elternrat und das Hauswartsteam hätten sich für die Umgestaltung des Spielplatzes ins Zeug gelegt. Auch Elternratspräsidentin Ruess zeigt sich zufrieden: «Es ist lässig, dass wir uns an diesem Vorhaben beteiligen durften. Zu sehen, wie der neue Pausenplatz entsteht und nun mit der Rutschbahn vollendet wird, ist wunderbar.»

Schulleiter Michael Gerber, Schulpfleger Roger Schmidinger und Elternratspräsidentin Katja Ruess stehen vor den grünen Rutschelementen. Sie sind froh, dass das Pausenplatzprojekt bald beendet ist.

Schulleiter Michael Gerber, Schulpfleger Roger Schmidinger und Elternratspräsidentin Katja Ruess stehen vor den grünen Rutschelementen. Sie sind froh, dass das Pausenplatzprojekt bald beendet ist.

Sandra Ardizzone

Der Aufbau des Spielgeräts an diesem Mittwochnachmittag bildet den Abschluss der Pausenplatzumgestaltung, die bereits vor zwei Jahren startete. Im Rahmen der Projektwoche «Gemeinsam für unseren neuen Pausenplatz» lieferten die Primarschülerinnen und -schüler zahlreiche Ideen, wie man den Aussenbereich der Schule gestalten könnte.

Unterstützt wurden sie dabei von der Schule und vom Elternrat. «Es war uns wichtig, dass die Kinder auch Eigenleistung zeigen, um ihre Wünsche zu verwirklichen», sagt Gerber. Deshalb engagierten sich die Schülerinnen und Schüler beim Umbau ihres Pausenplatzes. «Die Kinder schaufelten fleissig, als wir zum Beispiel den Balancier-Parcours erstellten», sagt Katja Ruess und zeigt auf die Holzstämme, die am Hang aus dem Boden ragen.

Schüler finanzieren das Projekt zur Hälfte

Auch bei der Finanzierung des rund 20'000 Franken teuren Pausenplatzprojekts packten die Kinder mit an. «Sie sammelten mittels Sponsorenläufen 10'000 Franken und decken damit die Hälfte der Kosten», sagt Ruess. Aufgrund des Budgets und wegen Corona habe sich die Vollendung des Projekts etwas in die Länge gezogen, so Gerber. «Doch wir sind nun umso glücklicher, dass der letzte Teil bald steht.»

Für den Aufbau verantwortlich ist Roger Schmidinger, Vizepräsident der Schulpflege. «Als Delegierter des Schulhauses Weihermatt liegt mir dieses Projekt sehr am Herzen», sagt er. Schmidinger steuert den Kran, mit dessen Hilfe der sechseinhalb Meter hohe Spielturm auf die vorbereiteten Betonsockel platziert wird. Das rote Dach und die acht grünen Rutschelemente werden von den Hauswartsangestellten gerade aus den Fahrzeugen geholt.

Der sechseinhalb Meter hohe Spielturm wird von Roger Schmidinger sachte mit dem Kran auf die Betonsockel gestellt.

Der sechseinhalb Meter hohe Spielturm wird von Roger Schmidinger sachte mit dem Kran auf die Betonsockel gestellt.

Sandra Ardizzone

«Heute schaffen wir es nicht, das ganze Gerät aufzustellen. Bis Ende nächster Woche sollte aber alles bereit sein», sagt Schmidinger. Dann soll auch ein Mitarbeiter der Beratungsstelle für Unfallverhütung vorbeikommen, um den Turm und die Rutsche zu kontrollieren. «Es ist wichtig, dass die Sicherheit der Kinder gewährleistet ist», sagt Schmidinger.

Jede Klasse darf die Rutsche während einer Lektion austesten

Die neue Rutschbahn feierlich einweihen kann die Schule Weihermatt wegen der Pandemie aktuell nicht. «Ab dem 15. März darf jede Klasse aber eine Lektion draussen verbringen und die Rutsche austesten. Zudem offeriert der Elternrat jedem Kind eine Brezel», sagt Schulleiter Gerber.

Selina, Jael und ihre Freundinnen warten mit viel Vorfreude darauf. Sie sind sich sicher: «Die Rutschbahn wird sehr bekannt und sicher nicht nur von uns Schülern, sondern auch von Kindern in der Freizeit genutzt werden.»