Velotag

«Wadenbeisser-Tour» und mehr: Begeisterte Velofahrer erkunden das Limmattal

Der Velotag der Limmatstadt AG zog kleine und grosse Zweirad-Fans an. Diese erwartete ein breites Programm mit Infoständen, einer Velo-Waschstation, einer Trial-Bike-Show und verschiedenen Touren zum Radeln.

Cynthia Mira
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Velotag Limmattal 2017 Der Velotag Limmattstadt findet rund um die Umweltarena statt - Mit geführten Velotouren, Bike-Show und Informationsstände
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Impressionen vom Velotag Limmattal 2017
Impressionen vom Velotag Limmattal 2017
Impressionen vom Velotag Limmattal 2017 Verschiedene geführte Velotouren rundeten das Angebot am Velotag ab.
Impressionen vom Velotag Limmattal 2017
Impressionen vom Velotag Limmattal 2017
Impressionen vom Velotag Limmattal 2017
Impressionen vom Velotag Limmattal 2017
Die Welt auf zwei Rädern
Impressionen vom Velotag Limmattal 2017
Velotag Limmattal
Impressionen vom Velotag Limmattal 2017

Velotag Limmattal 2017 Der Velotag Limmattstadt findet rund um die Umweltarena statt - Mit geführten Velotouren, Bike-Show und Informationsstände

Cynthia Mira

Vor 200 Jahren hat Karl Drais in Mannheim mit einem Laufrad ohne Pedale eine Strecke von 14 Kilometer zurückgelegt. Es war der Beginn des Siegeszugs des Velos. Mittlerweile gibt es ganz unterschiedliche Fahrräder. Davon konnten sich die Besucher des gestrigen Velotags bei der Umweltarena in Spreitenbach überzeugen. Dort bot sich Gelegenheit, die Welt der Zweiräder zu erkunden.

Alex Kaufmann, Dietikon «Mein Ziel ist es, einmal in der Woche mit dem Velo zur Arbeit zu fahren», sagte der Familienvater. Sein Stöckli-Bike werde definitiv zu selten genutzt, aber solche Ausflüge wie am Velotag seien eine gute Gelegenheit, das Fahrrad wieder hervorzuholen. Zusammen mit seiner kleinen Tochter im Veloanhänger, die sich sichtlich über den speziellen Ausflug freute, besuchte er den Anlass: «Wir nehmen als Familie meistens am Slow-Up teil, aber sonst sind wir weniger mit dem Velo unterwegs», meinte er. Vielleicht ändere sich das, wenn die jüngere Tochter älter ist, die mit Frau und Kinderwagen ebenfalls bei der Umweltarena anzutreffen war.
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Beatrice Lenvo, Zürich Ob Sommer oder Winter – der Sattel von Beatrice Lenvo behält sein schwarzes wolliges Schaffell: «Ich mag jedes Detail an meinem rund siebzehnjährigen Velo und bin eine typische Sonntagsfahrerin», sagte die aus Lungern stammende Velofahrerin. Selbst die grüne Glocke, die je nach Gepäck auch durch einen gelben Käfer ausgewechselt wird, gehört dazu, sagte sie. «Ich mag es, wenn die Strecke flach bleibt und es windet, so wie im Norden Deutschlands». Dorthin habe sie schon viele Velotouren mit Freundinnen unternommen. Am Velotag hielt sie Ausschau nach einem neuen Elektrovelo, denn sobald es aufwärtsgehe, solle ihr künftig ein E-Bike helfen.
Janis Laudenbach, Würenlos Ausgerüstet mit seinem coolen blau-weissen Bike und Vorderfedern düst der neunjährige Janis Laudenbach aus Würenlos gerne ins Fussballtraining. Ob es regnet oder nicht, spiele da nicht so eine grosse Rolle: «Ich fuhr schon letzten Sommer mit diesem Fahrrad und habe es mir selbst ausgewählt»,sagte er. Passend dazu, fehlte auch der blaue Helm auf dem Kopf nicht. Auch sonst sei er gerne in der Freizeit mit dem Velo unterwegs, aber für den Weg zur Schule bleibe sein Bike zu Hause.
Marco Bartels, Zürich «Ich fahre jeden Tag mit dem Velo zur Arbeit. Der Weg startet beim Unispital Zürich und ist definitiv nicht nur flach», erzählte Marco Bartels aus Zürich. In rund 20 bis 25 Minuten legt er die Strecke zurück, denn nur selten sei er unter 30h/km unterwegs. Egal wie das Wetter sei. «Ich kannte als Kind schon nichts anderes als Velofahren und ich kann mir auch nichts anderes vorstellen, das gehörte in Bremen, wo ich aufgewachsen bin, ganz einfach dazu». Ein E-Bike komme für ihn gar nicht infrage. «Das ist doch kein Velofahren mehr, auch wenn es zwei Räder hat.» Besonders die Fahrrad-Kultur in Holland schätze er sehr: «Es ist doch schön aus dem Fenster zu schauen und Leute auf ihren Velos zu sehen.»
Kurt Strassl, Spreitenbach Als Mitgründer des Veloclubs Spreitenbach ist das Velofahren für Kurt Strassl pure Leidenschaft: «Ich fahre zwei bis drei Mal in der Woche, manchmal alleine und manchmal mit unseren Clubmitgliedern», erzählte er. Meistens legt der heute 75-Jährige eine Strecke von 60 bis 80 Kilometer zurück. «Ich besitze vier verschiedene Fahrräder und bin somit für jede Gelegenheit gerüstet», sagte er. Es sei die frische Luft und auch das Kollegiale im Club, das ihm gefalle. «Ich fand den Plausch am Velofahren aber erst sehr spät», sagte er. Heute sei er manchmal in Kroatien oder Spanien auf Velotouren unterwegs. In der Schweiz gebe es viele Velorouten. Das schätze er sehr.

Alex Kaufmann, Dietikon «Mein Ziel ist es, einmal in der Woche mit dem Velo zur Arbeit zu fahren», sagte der Familienvater. Sein Stöckli-Bike werde definitiv zu selten genutzt, aber solche Ausflüge wie am Velotag seien eine gute Gelegenheit, das Fahrrad wieder hervorzuholen. Zusammen mit seiner kleinen Tochter im Veloanhänger, die sich sichtlich über den speziellen Ausflug freute, besuchte er den Anlass: «Wir nehmen als Familie meistens am Slow-Up teil, aber sonst sind wir weniger mit dem Velo unterwegs», meinte er. Vielleicht ändere sich das, wenn die jüngere Tochter älter ist, die mit Frau und Kinderwagen ebenfalls bei der Umweltarena anzutreffen war.

Cynthia Mira

Begeisterte Velofahrerinnen und Velofahrer, aber auch solche, die es noch werden wollen, zog es an den von der Limmatstadt AG organisierten Anlass. Neben diversen Informationsständen, standen den Besuchern eine Velo-Waschstation und ein Parcours zur Verfügung. Für Begeisterung sorgte eine Trial-Bike-Show. Verschiedene geführte Velotouren rundeten das Angebot ab.

Verschiedene Touren

Die Kleinsten konnten auf einer rund fünf Kilometer langen Fahrt durch die Natur mitmachen. Sportliche Routinefahrer wählten die «Wadenbeisser-Tour» und nahmen den Weg zum Franzosenweiher in Angriff.

Besonders gefragt waren an diesem Tag die neuen Elektrovelos. Auch für die richtige Verpflegung mit war süssen Crêpes und Feinem vom Grill gesorgt. Der Anlass bot damit alles für einen schönen Sonntagsausflug auf zwei Rädern.