Zürich

Stadtrat entscheidet: Baurecht für erste Schweizer Moschee soll verlängert werden

Am Mittwoch entschied sich der Zürcher Stadtrat, den Baurechtsvertrag der Moschee an der Forchstrasse zu erneuern.

Drucken
Teilen
Die Mahmud-Moschee an der Zürcher Forchstrasse war das erste muslimische Gebetshaus der Schweiz. Im November 2020 läuft der 60-jährige Baurechtsvertrag aus. (Archivbild)

Die Mahmud-Moschee an der Zürcher Forchstrasse war das erste muslimische Gebetshaus der Schweiz. Im November 2020 läuft der 60-jährige Baurechtsvertrag aus. (Archivbild)

KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA

Der Zürcher Stadtrat will den Baurechtsvertrag der Mahmud-Moschee erneuern. Die 1963 errichtete Moschee an der Forchstrasse ist das erste muslimische Gebetshaus auf Schweizer Boden.

Der Verein Ahmadiyya Muslim Jamaat Schweiz (AMJ Schweiz) soll ein neues Baurecht für 30 Jahre erhalten mit einer Option auf nochmals weitere 15 Jahre. Der jährliche Baurechtszins für das 500 Quadratmeter grosse Grundstück beträgt 28'400 Franken, wie der Zürcher Stadtrat am Mittwoch mitteilte. Das Geschäft liegt jetzt beim Gemeinderat.

Der bestehende 60-jährige Baurechtsvertrag läuft Ende November 2020 aus. Bisherige Bauchrechtsnehmerin war die Zentralorganisation der Ahmadiyya-Bewegung mit Sitz in Pakistan. Der Verein AMJ Schweiz soll die Moschee und alle dazugehörigen Räumlichkeiten ohne Entschädigung übernehmen können.

300 AMJ-Mitglieder in Zürich und Umgebung

Der Verein AMJ Schweiz wurde 1957 gegründet. Er zählt insgesamt rund 900 Mitglieder, davon gut 300 in Zürich und Umgebung und führt eine weitere Moschee im Thurgau.

Die Ahmadiyya Muslim Jamaat wurde 1889 von Mirza Ghulam Ahmad gegründet. Die Bewegung versteht sich selbst als islamische Reformgemeinschaft, die nebst dem Koran, der Hadith und der Sunna den Schriften ihres Gründers grosse Bedeutung beimisst. Sie ist in über 200 Ländern vertreten.

2013 feierte die Mahmud-Moschee ihr 50-jähriges Jubiläum. Eröffnet wurde die Moschee an der Forchstrasse am 22. Juni 1963 vom damaligen Präsidenten der UNO-Generalversammlung, Muhammad Zafrullah Khan. Auch Emil Landolt, der zu jener Zeit Stadtpräsident von Zürich war, wohnte den Feierlichkeiten bei.