Coronavirus

SVP fordert Lohnabzug für unterbeschäftigte Kantonsangestellte – als «Zeichen der Solidarität»

Aus Solidarität soll der Kanton Zürich denjenigen Kantonsangestellten, die wegen der Corona-Krise weniger zu tun haben, die Löhne vorübergehend senken. Dies fordert die SVP.

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Benjamin Fischer fordert tiefere Löhne für diejenigen Zürcher Kantonsangestellten, die derzeit wenig zu tun haben. (Archivbild)

Benjamin Fischer fordert tiefere Löhne für diejenigen Zürcher Kantonsangestellten, die derzeit wenig zu tun haben. (Archivbild)

KEYSTONE/WALTER BIERI

Die betreffenden Angestellten sollen auf 20 Prozent ihres üblichen Lohns verzichten müssen, forderte Benjamin Fischer, Parteipräsident der SVP Kanton Zürich, am Dienstag in einer Online-Medienkonferenz.

Es gebe in der Verwaltung Abteilungen, die aufgrund der aktuellen Situation kaum noch etwas zu tun hätten. Mit der vorübergehenden Lohnkürzung würde auch die Verwaltung einen Beitrag leisten.

Mitarbeitende werden für andere Aufgaben eingesetzt

Der Kanton packt das Problem jedoch mit anderen Massnahmen an. Der Regierungsrat habe schon Ende März beschlossen, dass Mitarbeitende mit reduziertem Arbeitsanfall für andere Aufgaben eingesetzt werden sollen, teilte Roger Keller, Kommunikationsbeauftragter der Finanzdirektion, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Zu diesem Zweck sei auch eine interne Jobbörse geschaffen worden. Andere Mitarbeiter würden auf freiwilliger Basis ihre Gleitzeitsaldi oder Ferienguthaben abbauen.

Verschiedene Vertreter der SVP forderten an der Medienkonferenz zur Corona-Pandemie zudem eine rasche Lockerung der Notstandsmassnahmen. So soll der wirtschaftliche Schaden begrenzt werden. Und auch in der Politik müsse ein Weg zurück zur Normalität gesucht werden.