Einweihung

Erstfahrt der Glatttalbahn war nach 2 Minuten zu Ende

Das grosse Einweihungsfest der neuen Zürcher Tramlinie 12, welche Dübendorf mit dem Flughafen verbindet, zog viel Volk an. Die erste Fahrt am Sonntagmorgen verlief dann aber nicht ganz nach Plan.

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Mit Spannung erwartet: Die Glatttalbahn-Linie 12 nahm am Sonntagmorgen den regulären Betrieb auf. Keystone/Steffen Schmidt

Mit Spannung erwartet: Die Glatttalbahn-Linie 12 nahm am Sonntagmorgen den regulären Betrieb auf. Keystone/Steffen Schmidt

Limmattaler Zeitung

Am Sonntagmorgen früh um 5.03 Uhr begann noch alles wie vorgesehen: Der erste Tramzug der neuen Verbindung vom Bahnhof Stettbach zum Flughafen Kloten setzte sich in Stettbach in Bewegung. An Bord befanden sich zahlreiche Passagiere, die für diese Premiere extra früh aufgestanden waren.

Doch bereits zwei Minuten später, bei der Station Ringwiesen in Dübendorf, war die Fahrt zu Ende. Ein Autofahrer hatte kurz vor 5 Uhr einen Selbstunfall verursacht und blockierte mit seinem Fahrzeug die Tramgleise. Bis das Auto wegtransportiert war, dauerte es rund eine Stunde.

Für die Erstfahrtpassagiere wurde die Fahrt zur Enttäuschung: Diejenigen, die nicht so lange warten wollten, stiegen auf Extrabusse um oder gingen zu Fuss zum Bahnhof Stettbach zurück. Wie die Verkehrsbetriebe Glatttal (VBG) mitteilen, kam es jedoch nachher zu keinen weiteren Störungen mehr. Seit der Räumung der Unfallstelle unter Leitung der Polizei verlaufe der Betrieb stabil.

Bereits am Samstag hatte die Bevölkerung Gelegenheit, die neue Strecke kennen zu lernen. Laut VBG liessen sich dabei mehr als 70000 Gäste zwischen den insgesamt neun Festplätzen hin und her fahren. Nebst einem Chilbibetrieb waren zahlreiche andere Attraktionen und Ausstellungen organisiert worden.

Auch Moritz Leuenberger dabei

Am offiziellen Festakt in Dübendorf sagte Regierungsrat Ernst Stocker (SVP) vor rund 450 geladenen Gästen, die Glatttalbahn fördere die wirtschaftliche Attraktivität des ganzen Kantons Zürich. Unter den Gästen befand sich auch alt Bundesrat Moritz Leuenberger. (BHI/SDA)