Zürich

In den Zürcher S-Bahnen, Trams und Bussen wird es eng

Die Passagierzahlen im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) sind im Jahr 2010 erneut gestiegen. Die Verkehrsbetriebe im ZVV transportierten rund 578 Millionen Fahrgäste, das sind 11 Millionen mehr als im Vorjahr.

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In den Zürcher S-Bahnen, Trams und Bussen wird es eng. (Archiv)

In den Zürcher S-Bahnen, Trams und Bussen wird es eng. (Archiv)

Keystone

Seit über zehn Jahren meldet der ZVV jedes Jahr einen Anstieg der Passagierzahlen. Mit den aktuellen Zahlen geht diese Entwicklung nun weiter. Wie aus dem Geschäftsbericht 2010 hervorgeht, der am Mittwoch veröffentlicht wurde, verzeichnen alle Unternehmen, die zum ZVV gehören, einen Passagieranstieg.

Den grössten Zuwachs meldeten die Regionalbuslinien, bei denen die Fahrgastzahlen im letzten Jahr um 5 Prozent anstiegen. In der Stadt Winterthur stiegen sie um 4 Prozent, mit den S-Bahnen waren knapp 3 Prozent mehr Passagiere unterwegs als 2009.

Auch in der Nacht nahm die Nachfrage zu: 1,43 Millionen Passagiere nutzten im letzten Jahr die Nachtzüge. Das sind 11,6 Prozent mehr als im 2009. Dieser starke Zuwachs liegt gemäss ZVV vor allem daran, dass die Nachtbusse in der Stadt Zürich neu jede halbe Stunde unterwegs sind.

Rahmenkredit nicht ausgeschöpft

Finanziell geht es dem ZVV besser als in früheren Jahren. Der Rahmenkredit des Kantonsrates für die Jahre 2009 und 2010 konnte eingehalten werden. Das Parlament hatte für diese beiden Jahre einen Kredit von insgesamt 718,5 Millionen Franken gesprochen, mit dem der ZVV sein Defizit decken kann.

Der Kredit in der Höhe von 360 Millionen Franken für das Jahr 2010 musste aber nicht vollständig ausgeschöpft werden. Der Kredit sei um 11 Millionen unterschritten worden. Im Vorjahr wurde der Kredit nur um rund 600'000 Franken unterschritten.

Der ZVV begründet diese positive Entwicklung mit höheren Nebenerträgen der Verkehrsunternehmen. Damit seien Leistungs- Verrechnungen innerhalb des ZVV-Verbundes gemeint, sagte eine Sprecherin. (sda)