Kehrichtverbrennungen
Kehrichtverbrennungen nehmen keinen Industrie-Plastikabfall mehr an

Die Zürcher Kehrichtverwertungsanlagen nehmen keinen Plastikabfall aus dem Bau, dem Gewerbe und der Industrie mehr an. Die Stoffe sollen rezykliert statt verbrannt werden.

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Die Zürcher Kehrichtverwertungsanlagen wollen künftig weniger Plastik verbrennen. (Symbolbild)

Die Zürcher Kehrichtverwertungsanlagen wollen künftig weniger Plastik verbrennen. (Symbolbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

In der Schweiz würde jährlich etwa eine Million Tonnen Kunststoffe verbraucht, rund ein Viertel davon verbleiben als dauerhafte Produkte, beispielsweise als Kunststofffenster, im Gebrauch. Der Rest werde stofflich verwertet, also rezykliert oder in einer Kehrichtverwertungsanlage (KVA) thermisch zu Energie verwertet, teilte die Zürcher Abfallverwertungs AG (ZAV) am Donnerstag mit.

Bei der ZAV AG handelt es sich um ein gemeinsames Unternehmen der fünf Betreiber von Kehrichtverwertungskraftwerken im Kanton Zürich.

Die grössten Mengen an Kunststoffabfällen fallen in der Schweiz bei Gewerbe und Industrie an. Um deren Wiederverwertung zu fördern, nehme die ZAV AG und damit auch die fünf KVA (Dietikon, Hinwil, Horgen, Winterthur, Zürich) des Kantons Zürich rezyklierbare Kunststoffe aus Marktkehricht künftig nicht mehr entgegen.

Die Änderung trete per 1. Januar 2021 in Kraft. Das Annahmepersonal der KVA werde künftig ein besonderes Augenmerk darauf legen, dass keine stofflich verwertbaren Kunststoffe angeliefert werden.