Zürich

Keine Bewilligung: Lindenhof-Besetzer müssen Zelte abbrechen

Die Mitglieder der Occupy-Paradeplatz-Bewegung, die seit gut drei Wochen auf dem Zürcher Lindenhof campieren, müssen ihre Zelte abbrechen. Die Stadt informierte die Besetzer, dass ihr Gesuch für eine Bewilligung des Camps abgelehnt wird.

Drucken
Teilen
Die Zürcher «Occupy Paradeplatz»-Bewegung campieren auf dem Lindenhof
13 Bilder
Die Polizei «hilft» den Aktivisten beim Packen
Die Aktivisten auf dem Lindenhof packen zusammen
Die Aktivisten auf dem Lindenhof packen zusammen
Vollversammlung auf dem Lindenhof.
Die Zürcher Occupy-Aktivisten wollen das Zeltlager auf dem Lindenhof nicht freiwillig räumen (Archiv)
Die Besetzer des Lindenhofs in Zürich wollen bleiben (Archiv)
Die Zürcher «Occupy Paradeplatz»-Bewegung campieren auf dem Lindenhof
Die Zürcher «Occupy Paradeplatz»-Bewegung campieren auf dem Lindenhof
Die Zürcher «Occupy Paradeplatz»-Bewegung campieren auf dem Lindenhof
Die Zürcher «Occupy Paradeplatz»-Bewegung campieren auf dem Lindenhof
Occupy-Paradeplatz-Aktivisten zeigen ihren Allerwertesten
Die Zürcher «Occupy Paradeplatz»-Bewegung campieren auf dem Lindenhof

Die Zürcher «Occupy Paradeplatz»-Bewegung campieren auf dem Lindenhof

Alfred Borter

Die Stadt habe ihnen einen negativen Bescheid gegeben, sagte eine Sprecherin der Occupy-Bewegung der Nachrichtenagentur sda. Das Unverständnis darüber sei gross. «Die Stadt unterbindet damit den Austausch und die Erarbeitung von Perspektiven.» Das verfassungsgegebene Recht auf Versammlungsfreiheit werde mit dem Entscheid beschnitten.

Der Lindenhof sei in den letzten Wochen zu einer intensiv genutzten Plattform für den Austausch über die Empörung und die Findung von neuen Visionen genutzt worden. Mit dem negativen Entscheid stelle sich die Stadt auch gegen die Bevölkerung.

Nicht mehr geduldet

Zwei Vertreter der Stadt seien persönlich vorbeigekommen und hätten der Gruppe den Entscheid überbracht, sagte die Sprecherin. Die Stadt sei demnach nicht mehr bereit, das Camp zu dulden. «Es wird erwartet, dass wir den Lindenhof in den nächsten zwei bis drei Tagen räumen.»

Man habe ihnen jedoch Hilfe angeboten für die Suche nach einem Ort, wo die täglichen Vollversammlungen abgehalten werden könnten. Wie die Bewegung auf diesen negativen Entscheid reagieren will, wollte sie noch am Montagabend an einer Vollversammlung entscheiden. Seitens der Stadt gab es am Montag keine Informationen über den Entscheid und die Gründe dafür.

Die Bewegung hatte ihr Gesuch für das Camp am vergangenen Donnerstag eingereicht. Darin sprachen die Besetzer von einer Veranstaltungsdauer von 99 Monaten. Damit habe man zeigen wollen, dass die Bewegung nicht kurzfristig denke und den Dialog mit der Stadt suche, hiess es zur Begründung.

Die so genannte Occupy-Paradeplatz-Bewegung hatte am 15. Oktober erstmals in einer friedlichen und farbenfrohen Kundgebung auf dem Paradeplatz demonstriert. Am Montag darauf zogen einige Mitglieder dann auf den Lindenhof. Seither campieren dort nach eigenen Angaben mehrere Dutzend «Empörte» in Zelten. (sda)