Zürich

Längere Öffnungszeiten in See- und Strandbädern: AL findet SP-Vorstoss ausufernd

Der Zürcher Gemeinderat heisst ein SP-Postulat für längere Freibad-Öffnungszeiten gut. Einzig die AL spricht sich dagegen aus.

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Die SP fordert längere Öffnungszeiten für Freibäder. (Symbolbild)

Die SP fordert längere Öffnungszeiten für Freibäder. (Symbolbild)

Keystone

Die Freibadsaison ist zwar allmählich zu Ende. Der Zürcher Gemeinderat hat sich am Mittwoch aber bereits mit der kommenden Saison befasst. Er unterstützte ein SP-Postulat, das längere Öffnungszeiten für die Freibäder und Seebäder fordert. Dagegen war einzig die AL.

Keines der städtischen Sommerbäder hat bisher am Abend länger als bis 20 oder 21 Uhr geöffnet. Diese Zeiten würden dem Tagesrhythmus der städtischen Bevölkerung nicht mehr entsprechen, begründete die SP ihren Vorstoss. Viele Menschen würden am Abend länger arbeiten.

Eine Mehrheit des Gemeinderates war ähnlicher Meinung und überwies den Vorstoss an den Stadtrat, allerdings mit einer Änderung. So sollen die Öffnungszeiten nicht während der ganzen Saison verlängert werden, sondern vor allem im Hochsommer und während der Sommerferien.

Stadtrat will kein Nachtschwimmen

Dagegen war einzig die AL. Das sei ein weiterer Beitrag zur 24-Stunden-Gesellschaft und eine weitere Flexibilisierung von Arbeitszeiten fürs Personal, sagte deren Sprecher. Wer in der Nacht schwimmen wolle, könne ja in den See springen.

Der zuständige Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP) winkte beim Stichwort «Nacht» aber gleich ab. «Es kommt nicht in Frage, dass wir ein Nachtschwimmen machen. Wir haben eine Aufsichtspflicht.» Er zeigte sich bereit, den Vorstoss entgegenzunehmen. «Aber wenn die Sonne untergeht, ist die Badi halt irgendwann mal zu», sagte er.