Cybathlon

Live-Übertragung aus 23 Ländern: Zehn Schweizer Teams starten an Wettkampf der ETH Zürich

Am 13. und 14. November 2020 findet der Cybathlon statt. In Zeiten von Corona werden die 70 Teams den Wettkampf in ihrer Heimat absolvieren. Übertragen werden die Spiele über eine Online-Plattform. Mit am Start sind zehn Schweizer Teams.

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Am Cybathlon treffen Innovation und Technik aufeinander. So wird Menschen mit Behinderung ein fairer Wettkampf ermöglicht.

Am Cybathlon treffen Innovation und Technik aufeinander. So wird Menschen mit Behinderung ein fairer Wettkampf ermöglicht.

WALTER BIERI

Die Coronakrise macht auch vor dem Cybathlon nicht Halt. Der Wettkampf, bei dem Menschen mit einer Behinderung gegeneinander antreten, findet wegen der vorherrschenden Pandemie nun in einer neuen Form statt. So bestreiten die insgesamt 70 Teams aus 23 Ländern den Anlass in ihrem Heimatland. Die Pilotinnen und Piloten, die auf spezielle Assistenztechnologien zurückgreifen, starten dabei nicht zeitgleich, sondern unabhängig voneinander.

Eine Ausnahme bilden die sogenannten Hubs. Die Schweiz ist dabei eines von 13 Ländern, in denen sich die Teams zusammenschliessen und den Wettkampf an einem Ort austragen. Der grösste Hub des Cybathlon 2020 befindet sich an der ETH Zürich. Rund zehn Teams treten im Arch_Tec_Lab gegeneinander an. Die grosse Halle auf dem Campus Hönggerberg, in der Bauroboter zum Einsatz kommen, wird auf diese Weise am 13. und 14. November zur Wettkampfarena.

So kann das Kräftemessen trotz der vorherrschenden Pandemie stattfinden. «Die Umstände haben uns angetrieben, ein neues, kreatives Wettkampfformat zu entwickeln. Dieses hat das Potential, das Bewusstsein für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen überall auf der Welt weiter zu fördern», sagt Roland Sigrist, Leiter Cybathlon.

Die Infrastruktur wird von den Teams selbst aufgebaut

Während vier Teams aus dem Umfeld der ETH stammen, repräsentieren die weiteren Gruppen verschiedenste nationale Hochschulen und Organisationen. Sie treten in den sechs Wettkampfdisziplinen virtuelles Rennen mit Gedankensteuerung, Fahrradrennen mit elektrischer Muskelstimulation, Parcours mit Armprothesen, Beinprothesen, robotischen Exoskeletten und motorisierten Rollstühlen gegeneinander an.

Die vier besten Teams pro Disziplin treffen am Samstag, 14. November im Finale aufeinander. Die Infrastruktur wird dabei von den Teams selbst aufgebaut. Dies schreibt die Hochschulkommunikation der ETH in der heute verschickten Medienmitteilung.

Übertragen werden die Rennen auf der ab November abrufbaren Seite www.cybathlon.com wird. Die Aufnahmen werden in diversen Sprachen untertitelt und in Gebärdensprache übersetzt. Zum Programm gehört nebst dem Wettbewerb auch ein zehnstündiger Thementag am 13. November. An diesem dreht sich alles um die Pilotinnen und Piloten, das Thema Inklusion und die verwendeten Technologien. (lga)