Zürich

Nachhaltige Fahrzeugflotte: Kantonspolizei testet vollelektrisches Patrouillenfahrzeug

Die Kantonspolizei startet im Februar eine Testphase mit einem vollelektrischen, allradbetriebenen Patrouillenfahrzeug mit Komplettausrüstung für den Einsatz auch auf Autobahnen. Die Strategie der Nachhaltigkeit der Fahrzeugflotte trete damit in eine neue Phase.

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Beim Auto handelt es sich um einen Audi e-tron 55 Quattro, wie die Kantonspolizei am Donnerstag mitteilte. Das Auto ist mit einer Sondersignalanlage (Dachbalken), einem Nachfahrmessgerät, einem Funkgerät und mit Signalisations-, Absperr-, Rettungs-, Foto- und Personenschutzmaterial ausgestattet.

Gemäss Mitteilung ist es somit das erste vollelektrische und allradbetriebene Fahrzeug, das die grundlegenden Anforderungen für ein Einsatzfahrzeug der Verkehrspolizei im Kanton Zürich erfüllt.

Mit dem Testeinsatz dieses Fahrzeugs sollen bis zum Erreichen von 400'000 Kilometern die genauen Betriebskosten ermittelt werden sowie die Einsatztauglichkeit im Polizeialltag und die Lebensdauer der Batterie.

Wie auch immer die Resultate ausfallen werden, lege sich die Beschaffungsstrategie der Kantonspolizei weiterhin nicht auf ein einziges Antriebssystem - Benzin, Diesel, Gas, Hybrid (kleine Batterie, Elektro- und Benzinmotor), Plug-In (grössere Batterie, Elektro- und Benzinmotor), Elektro und Wasserstoff - fest. Je nach Einsatz und Anforderungen sei ein anderes Antriebskonzept passend und werde entsprechend beschafft, heisst es weiter.

Viele Fahrzeuge, grosse Verantwortung

Mit einer Personenwagenflotte von über 650 Fahrzeugen habe die Kantonspolizei im Bereich Nachhaltigkeit eine Verantwortung wahrzunehmen. Deshalb nahm sie bereits 2003 das erste Gasfahrzeug für die Verkehrs- und Jugendinstruktoren in Betrieb. 2004 wurden die ersten Hybrid Fahrzeuge eingesetzt. 2015 wurde das erste vollelektrische Fahrzeug bestellt.

Per Ende 2019 betrug der Anteil an Fahrzeugen mit alternativem Antrieb bei der Kapo 13,1 Prozent, also wesentlich mehr als 2018 im schweizweiten Vergleich. Damals waren 2,4 Prozent aller eingelösten Personenwagen bis 3,5 Tonnen mit einem alternativem Antrieb ausgerüstet.