Dietikon
«Das Leben spielt sich für uns mehr oder weniger in Zürich ab»: So war 1971 der Familienalltag in Dietikon

Ein schwarz-weisser Kurzfilm aus den frühen 70er-Jahren zeigt das Alltagsleben einer Dietiker Familie. Erstaunlich: Das Ehepaar Küenzli hat laut eigenen Angaben kaum eine Beziehung zur Stadt. Das SRF beschreibt Dietikon im Beitrag gar als «Schlafstadt».

Limmattaler Zeitung
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«Pendeln mit dem Auto | Traditionelles Familienleben 1971» aus dem SRF Archiv.

SRF Archiv

«Er gehört zu jenen Pendlern, die alle Tage von den Schlafstädten in die Grossstadt fahren»: so beschreibt das SRF im Jahr 1971 Herold Küenzle. Küenzle ist Kaufmann in einem Büro in Zürich - im Hauptsitz einer internationalen Firma, welche auf Reiseartikel spezialisiert ist. Der Dietiker hat laut eigener Aussage keine Beziehungen zu Dietikon - man wohne nur dort, mache sonst nichts. «Das Leben für uns spielt sich mehr oder weniger in Zürich ab.»

Mehrheitlich das gleiche Bild der Stadt hat seine Ehefrau Esther, welche feststellt: «Dietikon ist schon schön, aber es läuft natürlich nicht viel.» Ausser Lebensmittel kaufe sie praktisch alles in Zürich. Ausserdem gebe es nicht mehr als eine oder zwei Frauen, welche sie regelmässig trifft – man sehe sich fast täglich aber kenne sich fast nicht.

In etwas mehr als acht Minuten beschreibt das Paar den eigenen Alltag, sei es das Pendeln, die Arbeit oder das Familienleben. Abschliessend bemerkt Ehemann Herold: «Wenn wir etwas tun wollen, gehen wir aus – und das ist Zürich.»