Sterbehilfe

Termin bestimmt: Dignitas-Gründer Minelli steht im Mai vor dem Bezirksgericht Uster

Das Bezirksgericht Uster hat einen Termin für den Prozess gegen Dignitas-Gründer Ludwig A. Minelli bestimmt: Die Verhandlung wird am 18. Mai durchgeführt. Die Anklageschrift wurde inzwischen nachgebessert.

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Dignitas-Gründer Ludwig A. Minelli muss sich wegen der mehrfachen Beihilfe zum Suizid und wegen mehrfachen Wuchers verantworten. (Archiv)

Dignitas-Gründer Ludwig A. Minelli muss sich wegen der mehrfachen Beihilfe zum Suizid und wegen mehrfachen Wuchers verantworten. (Archiv)

Keystone

Das Bezirksgericht Uster bestätigte eine entsprechende Meldung des "Tages-Anzeigers" vom Mittwoch. Der Prozess dauere voraussichtlich einen Tag. Das Gericht in Uster hatte eine erste Version der Anklageschrift im vergangenen November noch zurückgewiesen und von der Staatsanwaltschaft Nachbesserungen verlangt. Die neue Anklage liegt nun vor, weshalb der Prozess durchgeführt werden kann.

Minelli muss sich wegen der mehrfachen Beihilfe zum Suizid und wegen mehrfachen Wuchers verantworten. Angeklagt ist er wegen drei Fällen aus den Jahren 2003 und 2010, bei denen Sterbewillige aus Deutschland für mehrere zehntausend Franken in den Tod begleitet wurden.

Das Gericht muss dabei vor allem die Frage klären, ob Minelli mit seiner Tätigkeit nicht zu viel Geld verdient. In der Schweiz ist Sterbebegleitung nur dann erlaubt, wenn sich der Anbieter nicht bereichert. Dignitas bezeichnete die Vorwürfe als "haltlos und nicht nachvollziehbar".