Verkehrsknotenpunkt

Tramhaltestelle Stauffacher: Neugestaltung schafft Platz für Velos

Die Tramhaltestelle am Stauffacher wird behindertengerecht und wetterfest umgebaut. Die Station ist mit ihren täglich 50 000 Fahrgästen der Angelpunkt für die Planung des städtischen Tramfahrplans.

Lina Giusto
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Mit rund 50 000 Fahrgästen pro Tag ist der Stauffacher eine der wichtigsten Haltestellen im städtischen Tramnetz.
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Zukünftig wird der Stauffacher grossflächig überdacht sein.
Zudem bleiben alle Kirschbäume vor der Kirche erhalten.
So sieht die neue Tramhaltestelle beim Stauffacher aus
Der Vorplatz der Kirche umgestaltet und damit offener und alle Haltestellen werden hindernisfrei ausgebaut.
Das einstige WC-Häuschen beim Stauffacher wird in die Lutherstrasse verschoben. Stauffacher, Visualisierung, Haltestelle, Kirschbäume, Vorplatz, Überdachung

Mit rund 50 000 Fahrgästen pro Tag ist der Stauffacher eine der wichtigsten Haltestellen im städtischen Tramnetz.

Die Arbeiten am 22-Millionen-Franken-Bau starten am 2. Mai und dauern sechs Monate. Dies teilte das Tiefbauamt der Stadt Zürich gestern in einer Mitteilung mit. Damit die Anwohner des Quartiers von den Bauarbeiten möglichst wenig belastet werden, finden diese in zwei Schichten zwischen 5 Uhr morgens und 22 Uhr abends statt. Trotzdem komme es zu vermehrten Nachteinsätzen, damit der Trambetrieb tagsüber gewährleistet werden könne. Wie das Tiefbauamt schreibt, verfolge man dabei eine Zwei-zu-eins-Regel: Auf zwei Nachtarbeiten folgt eine Nacht ohne Bautätigkeit.

Ab Juli sei es zudem möglich, dass an jedem Werktag Nachts gearbeitet werde. Stefan Hackh, Sprecher des städtischen Tiefbauamtes, sagt auf Anfrage: «Die Lärmbelastung für die Nachbarschaft ist leider unvermeidlich. Bei Infrastrukturprojekten, die im öffentlichen Interesse entstehen, gibt es von Seiten der Stadt keine Entschädigungspflicht.»

Die Tramlinien 2, 3, 9 und 14 verkehren spätestens ab August wieder auf ihren gewohnten Strecken. Die Tramlinie 8 dagegen wird ab August vom Klusplatz zum Bahnhof Enge umgeleitet. Zwischen Stockerstrasse und Hardplatz ist der Betrieb eingestellt, weil die Haltestelle auf Höhe Stauffacher verschoben werden muss. Dies ist notwendig, weil ab Dezember längere Tramzüge der Linie 8 im Einsatz sein werden. Auch der motorisierte Verkehr wird während den Bauarbeiten umgeleitet. Beim Ausbau wird zudem die WC-Anlage im Haltestellenbereich ins angrenzende Wohnquartier verschoben. Dafür werden 25 neue Veloabstellplätze geschaffen. Die fünf Kirschbäume auf dem Vorplatz der St. Jakobskirche bleiben trotz Ausbau der Tramhaltestelle erhalten.