Zürich

«Wichtiger Schritt auf dem Weg zur CO2-neutralen Energieversorgung»: Stadt setzt mehr auf Fernwärme

Die Stadt Zürich baut eine 6 Kilometer lange Verbindungsleitung, mit welcher sie jährlich 12,4 Millionen Liter Heizöl sparen und 36'000 Tonnen CO2-Emissionen vermeiden kann.

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Von der Kehrichtverbrennungsanlage Hagenholz (abgebildet) zu der an der Josefstrasse wird eine Verbindungsleitung in Betrieb genommen.

Von der Kehrichtverbrennungsanlage Hagenholz (abgebildet) zu der an der Josefstrasse wird eine Verbindungsleitung in Betrieb genommen.

Keystone

Der Wärmebedarf in den kommenden Jahren soll in der Stadt Zürich vermehrt durch Fernwärme gedeckt werden. Für die Erweiterung wird eine 6 Kilometer lange Verbindungsleitung zwischen den Kehrichtheizwerken Hagenholz und Josefstrasse gebaut.

Die Erstellung der Verbindungsleitung ist weit fortgeschritten, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. Ab September 2021 wird über diese Rohrleitungen Abwärme in Form von Heisswasser aus dem Werk Hagenholz zur neuen Energiezentrale geliefert.

Ab Frühjahr 2022 können dann die ersten Liegenschaften mit Fernwärme aus der Verbindungsleitung beliefert werden. Über diese Leitung wird auch Zürich-West mit Wärme versorgt, wenn das Kehrichtheizkraftwerk Josefstrasse ausser Betrieb sein wird.

Mehr Fernwärme, weniger CO2

Die Verbindungsleitung bildet auch die Voraussetzung für den geplanten Anschluss der angrenzenden Quartiere an die Fernwärme. «Der Ausbau der Fernwärme ist ein grosser und wichtiger Schritt auf dem Weg zur CO2-neutralen Energieversorgung der Stadt Zürich», so Stadtrat Richard Wolff (AL).

Mit der von ERZ Entsorgung + Recyling Zürich geplanten Erweiterung soll der mit Fernwärme gedeckte Anteil am städtischen Wärmebedarf in den nächsten Jahren von 15 auf 25 Prozent steigen. Die Stadt spart damit jährlich 12,4 Millionen Liter Heizöl und vermeidet 36'000 Tonnen CO2-Emissionen, wie es in einer Mitteilung heisst.