Winterthur

Winterthur hält an Erlass von Gebühren fest, verzichtet auf 1,5 Millionen Franken

Gebühren für Aussenwirtschaften oder die Benützung von Schul- und Sportanlagen werden zurückerstattet. Ferner unterstützt die Stadt auch Taxifahrer durch vergünstigte Standplätze.

Drucken
Teilen
Laut Aussage des Stadtrats dürfen Veranstalter, welche einen Beitrag zur Eindämmung des Virus geleistet haben nicht durch Gebühren bestraft werden.

Laut Aussage des Stadtrats dürfen Veranstalter, welche einen Beitrag zur Eindämmung des Virus geleistet haben nicht durch Gebühren bestraft werden.

Keystone

Die Stadt Winterthur verzichtet wegen der Corona-Pandemie weiterhin auf Gebühren, etwa von Veranstaltern, die ihren Anlass absagen mussten oder freiwillig darauf verzichteten. Insgesamt entgehen ihr damit rund 1,5 Millionen Franken.

Wegen der Corona-Pandemie können nach wie vor zahlreiche Veranstaltungen nicht stattfinden. Wie der Stadtrat am Donnerstag mitteilte, will er auf die entsprechenden Gebühren nun verzichten. Dazu gehören beispielsweise Gebühren für Aussenwirtschaften oder für die Benützung von Schul- und Sportanlagen. Sofern ein Veranstalter die Gebühren bereits bezahlte, erhält er sie nun zurück.

Absage darf nicht bestraft werden

Der Gebührenverzicht gilt auch für Anlässe, die freiwillig abgesagt wurden. Einzelne Personen und Organisationen hätten auf eine Veranstaltung verzichtet, obwohl diese gemäss der Covid-19-Verordnung eigentlich durchführbar gewesen wäre. Theoretisch wären sie deshalb verpflichtet, die Gebühren zu zahlen.

Der Stadtrat hat aber entschieden, auch diesen Veranstaltern die Gebühren zu erlassen. Schliesslich hätten sie einen Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus geleistet. Das dürfe nicht durch das Festhalten an Gebühren bestraft werden.

Erlassen werden auch die Elternbeiträge für die schulergänzende Betreuung während der Schulschliessung. Kostenlos ist auch die gesamte Kinder-Notfallbetreuung für systemrelevante Berufe.

Taxifahrer müssen weniger für Standplatz zahlen

Auch die Taxifahrer leiden derzeit unter den Folgen der Coronakrise. Für die Dauer von zweieinhalb Monaten müssen sie deshalb weniger für ihren Standplatz zahlen. Diese Gebühren würden um 60 Prozent reduziert, teilte der Stadtrat weiter mit.

Die 1,5 Millionen Franken, auf welche die Stadt mit diesen Massnahmen verzichtet, werden dem Corona-Kredit belastet. Dieser umfasst fünf Millionen Franken für Hilfsmassnahmen.