Zürich

Wohnraum für 1200 Personen auf dem ehemaligen Sihlpapier-Areal

Die Realisierung des neuen Stadtquartiers auf dem ehemaligen Sihlpapier-Areal Manegg in Zürich hat eine weitere Hürde genommen. Der ergänzende Gestaltungsplan «GreenCity.Zurich» liegt vom 9. November bis 20. Januar 2012 öffentlich auf.

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«Green City» auf dem ehemaligen Sihlpapier-Areal Manegg

«Green City» auf dem ehemaligen Sihlpapier-Areal Manegg

Keystone

Der übergeordnete Gestaltungsplan Manegg wurde bereits im März 2011 in Kraft gesetzt. Er legt für alle Grundeigentümerinnen und - eigentümer auf dem rund 20 Hektar grossen Planungsgebiet Manegg die wichtigsten bau- und planungsrechtlichen Eckwerte fest. Darunter fallen etwa Ausnützung, Gebäudehöhen sowie Vorgaben in Bezug auf Energie und Umwelt.

Der nun eingereichte ergänzende Gestaltungsplan «GreenCity.Zurich» umfasst das ehemalige Sihlpapier-Areal in der Osthälfte der Manegg. Er basiert auf dem städtebaulichen Konzept von Diener & Diener Architekten (Basel) und Vogt Landschaftsarchitekten (Zürich), wie das Zürcher Hochbaudepartement am Dienstag mitteilte.

Der neue Stadtteil zeichnet sich laut Mitteilung durch eine hohe Dichte und eine gemischte Nutzung aus. Vorgesehen sind sowohl Wohn- als auch Büro- und Gewerbeflächen. Diese werden durch Restaurants und Läden ergänzt. Im südlichen Teil des Gebiets wird ein Mindest- Wohnanteil von 80 Prozent festgelegt.

Historisches Spinnereigebäude bleibt erhalten

Dereinst soll die «Green City» Platz bieten für 700 bis 1200 Bewohnerinnen und Bewohner sowie etwa 3000 Arbeitsplätze. Das historische Spinnereigebäude bleibt erhalten und bildet zusammen mit dem Spinnereiplatz das Zentrum. Der Platz liegt direkt an der Haltestelle der Sihltal Zürich Uetliberg Bahn (SZU).

Die Grundeigentümerin Sihl Manegg Immobilien AG (Sihl MIAG) wolle mit dem Bauvorhaben einen Beitrag zur Umsetzung der 2000-Watt- Gesellschaft leisten, heisst es weiter. Gegenüber dem übergeordneten Gestaltungsplan enthalte «GreenCity.Zurich» nochmals strengere Vorgaben.

Gemäss dem Hochbaudepartement ist das zweistufige Gestaltungsplanverfahren nötig geworden, weil die einzelnen Liegenschaften nicht alle zur selben Zeit zur Verfügung stehen und die Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer teils verschiedene Entwicklungsabsichten haben.