Internetkriminalität

Wohnungsnot gemein ausgenutzt: Nun droht den Betrügern Gefängnis

Mit falschen Wohnungsinseraten zu Geld kommen: Die auf Internetkriminalität spezialisierte Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich hat gegen zwei Personen Anklage erhoben wegen gewerbsmässigem Betrug, gewerbsmässiger Geldwäscherei und weiteren Delikten.

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Vor allem in Zürich herrscht stetige Wohnungsnot. Das ruft Betrüger auf den Plan. (Symbolbild).

Vor allem in Zürich herrscht stetige Wohnungsnot. Das ruft Betrüger auf den Plan. (Symbolbild).

Keystone

Den Beschuldigten, die seit dem 27. August 2015 in Haft sitzen, wird vorgeworfen, von Juni 2015 bis Ende August 2015 bei diversen Immobilienportalen im Internet fiktive Benutzerkonten angelegt zu haben. Mit diesen haben sie zahlreiche gefälschte Wohnungsinserate auf Immobilienplattformen veröffentlicht.

Anschliessend versuchten sie, Wohnungsinteressenten durch geschickt eingefädelte Zwischenschritte zu einer Anzahlung für eine Wohnungsbesichtigung zu bewegen, teilte die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich am Donnerstag mit. Sie verlangten von den Interessenten rund 2365 Franken.

Rund 2200 Personen hätten an den betrügerisch inserierten Wohnungen Interesse gezeigt. Mehrere von ihnen bezahlten auch den geforderten Betrag, heisst es weiter.

Die Beschuldigten verwendete dazu verschiedene ausländische Konten, "wobei die Gelder teilweise kurze Zeit nach Eingang weiterverschoben wurden". Deshalb wirft die Staatsanwaltschaft ihnen neben Betrug auch Geldwäscherei vor.

Die Anklageerhebung erfolgte am 25. August beim Bezirksgericht Zürich. Die Staatsanwaltschaft fordert für beide Beschuldigte je eine Freiheitsstrafe von 4,5 Jahren.