Kolumne

Apropos: Verflogene Reize

Gregory Remez
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Was war die Anfangszeit doch aufregend. Das erste «Zoom»-Apéro, das erste virtuelle Znacht mit Freunden, die erste Videokonferenz, an der mehr Köpfe teilnahmen als der Laptopbildschirm fassen kann.

Doch er verfliegt bekanntlich schnell, der Reiz des Neuen. Vielleicht liegt es daran, dass ein Gespräch bei einem Bildschirm voller Köpfe noch stockender verläuft als im vielgescholtenen Sitzungszimmer. Oder vielleicht gucke ich meinen Freunden auch einfach ungern beim Essen zu.

Jedenfalls erlebe ich nun, da alle den grossen Digitalisierungsschub bejubeln, eher einen kleinen persönlichen Digitalisierungsrückschritt. Ich bin aber wohl nicht ganz allein – die letzte «Zoom»-Apéro-Anfrage ist schon eine Weile her.