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Kommentar

Das Frauenproblem

Mann ersetzt Mann. Die FDP Luzern hat es irritierenderweise nicht geschafft, eine Frau für die Regierungsratswahlen 2019 zu lancieren.
Jérôme Martinu, Chefredaktor
Jérôme Martinu, Chefredaktor der Luzerner Zeitung.

Jérôme Martinu, Chefredaktor der Luzerner Zeitung.

Der Mist ist bereits geführt. Wenn es nicht noch ein politisches Erdbeben gibt, wird bei den Regierungsratswahlen 2019 im Kanton Luzern der FDP-Sitz neu von Fabian Peter besetzt. Die Delegierten der Partei haben am Donnerstagabend entschieden, den 41-jährigen Inwiler Gewerbler zum Nachfolger des abtretenden Robert Küng zu machen. Der Sitzanspruch der FDP ist unbestritten. Die Liberalen liebäugelten gar mit einem zweiten Sitz in der Fünferregierung – bis der Zweierticket-Vorschlag von den Delegierten auf einen Einervorschlag zurechtgestutzt wurde.

Mann ersetzt Mann. Die FDP hat es irritierenderweise nicht geschafft, eine Frau für die Regierung zu lancieren. Nochmals akzentuierter ist die Frauenfrage auf der anderen Seite des politischen Spektrums, bei der SP. 2015 mit ihrer Kandidatin hochkant gescheitert und damit aus der Regierung abgewählt, haben die Sozialdemokraten seither kaum eine Gelegenheit ausgelassen, «diese Männerregierung» scharf zu kritisieren. Und was macht die SP: Sie portiert mit Jörg Meyer – einen Mann. Ob Mann oder Frau, «in unserer Partei spielt das keine Rolle mehr», hiess es im April.

Hierfür muss man kein Prophet sein: Der Regierungsrat des grössten Zentralschweizer Kantons wird – Stand aktuell – auch nach 2019 ein reines Männerkollegium sein. Das ist schlecht. Die Luzerner Parteien haben tatsächlich ein Frauenproblem. Wahlen sind kein Naturereignis. Wer Regierungsverantwortung tragen will, also grundsätzlich alle sechs Parlamentsparteien, steht in der Pflicht, auch zuverlässig Kandidatinnen aufzubauen. Es ist ganz einfach demokratische Pflicht, die gesellschaftliche Geschlechterrealität auch in der Politik abzubilden. Noch ist Zeit für Korrekturen.

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