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Kolumne

Die bessere Alternative?!

Einblicke - Sprachdozentin Maria Winter über die vielen kleinen Entscheidungen, die im Alltag anfallen.
Maria Winter
Maria Winter.

Maria Winter.

Nichts im Leben ist alter­nativlos. Man hat bestenfalls immer mindestens zwei Auswahlmöglichkeiten, wenn es um das Treffen einer Entscheidung geht. So auch in vielen kleinen Dingen des Alltags.

Es beginnt morgens an der Ampel, die man schon von weitem ganz lang auf Grün geschaltet sieht. Man sieht schon fast den Gelbstich auf dem grünen Ampellicht. In Bruchteilen von Sekunden schaltet die Ampel ungefragt auf Gelb.

Ebenso schnell muss man entscheiden aufs Gaspedal oder auf die Bremse zu gehen. Meist bleibt man eh stehen, da die morgendliche Reaktions­fähigkeit eh zu wünschen übrig lässt.

Geht man zum Bäcker, um sich sein Znüni zu kaufen, sieht man wieder von weitem drei Kassen und dahinter drei freundliche, aber sehr beschäftigte Verkäuferinnen. Wo stellt man sich an?

Da die Situation es nicht erlaubt, kann man nicht lange die Geschwindigkeit der Verkaufsabwicklung an jeder Kasse studieren. Auch hier ist eine schnelle Entscheidung bei gleich vollen Kassen nach Bauchgefühl gefragt. Wie trügerisch Letzteres sein kann, lasse ich hier unkommentiert.

Im Supermarkt ist die Situation nicht unähnlich. Kaum drin, steht man vor stark zuckerhaltigen Produkten. Ein kurzer Blick auf die Regale, und schon wieder muss eine schnelle Entscheidung her. Wende ich meinen Blick ab oder unterliege ich der kalorienreichen, aber süssen vorweihnachtlichen Verführung?

Gleich wird man an den Vorabend erinnert, wo man zuletzt beim Gang auf die Körperwaage ohne Zögern schnell entschieden hat. Professionell und blitzartig wurde der Blick von der digitalen Körpergewichtsanzeige ohne langes Nachdenken abgewandt.

War man doch beim letzten Gang in den Supermarkt der vorweihnachtlichen Schokoladenflut kindlich-willenlos erlegen. Also entscheidet man sich für die Professionalität vom Vorabend und läuft unberührt und souverän weiter.

Die einzige Entscheidung, die dieser Tage täglich spontan und professionell verläuft, ist der Griff auf die Schlummertaste, wenn der Wecker einen hartnäckig und jäh aus der Traumwelt zurückruft. Schlafen ist oftmals die bessere Alternative.

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