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Kommentar

Ein Verzicht, der Benedikt Würth nützen wird

Benedikt Würth wäre gerne Bundesrat geworden. Trotzdem verzichtet er auf eine Kandidatur. Er kommt damit einer sicheren Niederlage zuvor und erhöht nebenbei seine Chancen für die nächsten St.Galler Ständeratswahlen.
Stefan Schmid
Stefan Schmid, Chefredaktor (Bild: Benjamin Manser)

Stefan Schmid, Chefredaktor (Bild: Benjamin Manser)

Benedikt Würth verzichtet, obwohl es ihn gelüstet hätte, für die Landesregierung zu kandidieren. Er geht damit primär einer absehbaren Niederlage aus dem Weg. Der St.Galler Finanzchef wäre gar Gefahr gelaufen, von der CVP-Bundeshausfraktion nicht einmal aufgestellt zu werden. Die Christlichdemokraten haben zu viele ambitionierte Bundespolitiker, um auf die Dienste eines Regierungsrats zurückzugreifen, der in Bern weniger gut vernetzt ist als die Parlamentsmitglieder.

Würth sendet mit seinem Verzicht zudem das Signal ans St.Galler Stimmvolk, dass er die Bewerbung von Karin Keller-Sutter in keiner Weise gefährden will. Eine Kandidatur des 50-Jährigen hätte man zu Recht als Angriff auf die populäre FDP-Frau interpretiert. Er ist Politfuchs genug, um sich nicht mit diesem Makel zu bekleckern.

Klar ist: Würth hat seine Berner Pläne mit dem gestrigen Tag nicht einfach begraben. Sollte Karin Keller-Sutter im Dezember Bundesrätin werden, braucht St.Gallen im Frühling einen neuen Ständerat. Würth hat mit dem Verzicht seine persönliche Ausgangslage für diese Ersatzwahl weiter verbessert. Ernsthafte Konkurrenz ist jedenfalls weit und breit keine auszumachen.

Die Zeit im St.Galler Regierungsrat könnte für Benedikt Würth somit bald zu Ende sein. Und für den Bundesrat kandidiert man am besten erst dann, wenn man ein paar Jahre in Bern gewirkt hat.

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