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Kommentar

HSG-Skandale und Krisenmanagement des Kantons: Locher war die falsche Wahl

In Sachen Professionalität, Transparenz und Unabhängigkeit in der HSG-Spesenaffäre haben der Bildungsdirektor und Universitätsleitung einiges an Sensibilität vermissen lassen.
Odilia Hiller
Odilia Hiller. (Bild: Michel Canonica)

Odilia Hiller. (Bild: Michel Canonica)

Der St.Galler Rechtsanwalt Walter Locher könnte der Jurist mit der saubersten Weste, dem reinsten Gewissen und der Beste überhaupt sein. Seine Administrativuntersuchung gegen ein HSG-Institut, die der Öffentlichkeit bis heute vorenthalten wird: die Mutter aller Administrativuntersuchungen. Es würde nichts daran ändern, dass der Präsident des Universitätsrats bis heute nicht recht erklären kann, warum er das heikle Mandat ausgerechnet an ihn vergeben musste.

Das Argument, der Anwalt und FDP-Kantonsrat kenne sich im Kanton und mit den Verhältnissen an der HSG viel besser aus, als es ein «fremder» Jurist tun würde, könnte dem Bildungsdirektor und Unipräsidenten noch Probleme bereiten. Genau hier liegt der Hase im Pfeffer: Jede vernünftig geführte Institution zieht bei internen Unregelmässigkeiten externe Forensiker und Spezialisten bei.

Und nicht mehr oder weniger nahestehende Gspänli aus dem gleichen Kuchen.

Der Bildungsdirektor hat gehandelt, er wollte Verantwortung übernehmen. Die Öffentlichkeit erwartete von einer führenden Wirtschaftsuniversität in Krisenzeiten aber die grösstmögliche Professionalität, Transparenz und Unabhängigkeit. Hier haben Stefan Kölliker und die Universitätsleitung einiges an Sensibilität vermissen lassen.

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